KMU können sich um Zustupf für Weiterbildung bewerben

12. Mai 2020, 08:47
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Corona soll auch eine Chance sein: Digitalswitzerland und Stiftungen bieten Zuschüsse, damit "Kurzarbeiter" neue digitale Skills erwerben.

Geht es nach der Standortinitiative Digitalswitzerland sollten Schweizer KMU die aktuelle Corona-Krise nicht nur als grosse Anstrengung, sondern auch als Chance sehen. Gemeinsam mit der Gebert Rüf und der Hirschmann Stiftung hat Digitalswitzerland deshalb ein Unterstützungsprogramm aufgegleist.
Es adressiert Schweizer KMU und Mitglieder der #LifelongLearning-Kampagne und bietet  bis zu 1000 Franken bei der Finanzierung von Fort- und Weiterbildungsmassnahmen an. "Die von Kurzarbeit betroffenen Unternehmen erhalten Zuschüsse, damit die digitalen Kompetenzen ihrer Beschäftigten gefördert werden können", heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung.
Unter dem Titel "Deine Chance fit zu bleiben" können sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber direkt und unkompliziert bis zu 50 % der Ausbildungskosten respektive bis zu 1000 Franken pro Antragssteller beantragen, heisst es weiter. Die Schulung darf nicht länger als 6 Monate dauern und der Abschluss ist zu belegen. Nach derzeitigem Stand könnten davon insgesamt rund 90 Antragsteller profitieren, heisst es weiter.
Um das Angebot nutzen zu können, müssen Arbeitgeber oder Arbeitnehmer bis zum 31. Mai 2020 ein 4-seitiges Online-Formular ausfüllen. Man werde die Anträge fortlaufend sichten und schnellstmöglich Rückmeldung geben, schreiben die Initiatoren weiter. Es würden nur "grundlegende Informationen zum Antragsteller und dem Weiterbildungsvorhaben" abgefragt und alle Informationen vertraulich behandelt. Entscheiden werde über die finanzielle Unterstützung ein Gremium, dem Vertreter von Digitalswitzerland sowie der beiden Stiftungen angehören. Ihnen obliege es, die "beschränkten Ressourcen dort hinzuführen, wo der grösste Mehrwert durch das Programm entsteht".
Aufgrund der digitalen Transformation und neuer Technologien würden sich "kontinuierlich neue Anforderungen an die Mitarbeitenden" stellen, so die Initiatoren. Da dieser Strukturwandel Investitionen in die Weiterbildung bedarf, wolle man gerade in der gegenwärtig schwierigen Lage Schweizer Arbeitnehmer und Arbeitgeber helfen, sich schlummernden Potenziale zu erschliessen.

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