Kölner High-Speed-Netz mit Schweizer Beihilfe

14. Juli 2008, 14:50
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Als eine der ersten Städte Europas soll Köln ein flächendeckendes Fibre-To-The-Building-Netz (FTTB) erhalten.

Als eine der ersten Städte Europas soll Köln ein flächendeckendes Fibre-To-The-Building-Netz (FTTB) erhalten. Bis zu 100 Megabit pro Sekunde sollen durch die Leitungen schiessen, womit neue Anwendungen wie IPTV oder Streaming in HDTV-Qualität möglich werden. Das neue Datennetz in der Medienstadt ist aber nicht nur schnell, sondern soll auch konsequent bis zu jedem Gebäude verlegt werden. Die Versorgung in die Haushalte erfolgt über die bestehenden Kupferleitungen. Somit dürfte die für die Endverbraucher effektiv verfügbare Bandbreite die 100 Mbit/s nicht ganz erreichen. Mit dem FTTB-Netz wird jedoch die Basis für einen späteren Ausbau zu Glasfaseranschluss in den Wohnungen gelegt.
Gebaut wird das Netz von NetCologne, einem grossen regionalen Carrier in Deutschland und Tochtergesellschaft des örtlichen Energieversorgungskonzerns. Das Unternehmen rechnet mit Investitionen von rund 125 Millionen Euro. Allein 2008 sollen rund 10'000 Gebäude an das Hochgeschwindigkeitsnetz angebunden werden. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen die Glasfasern auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet werden.
Am Netzbau beteiligt ist auch das Schweizer Unternehmen Reichle & De Massari aus Wetzikon, das in Lizenz der Tessiner Diamond SA Glasfasernetz-Komponenten wie Stecker und Kleinverteilerboxen herstellt. (aa)

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