Körbli füllen und raus: Amazons kassenloser Laden eröffnet

22. Januar 2018, 13:49
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Amazon wird heute in Seattle seinen ersten Laden eröffnen, in dem es weder eine traditionelle Kasse noch einen Self-Service-Checkout oder ähnliches gibt.

Amazon wird heute in Seattle seinen ersten Laden eröffnen, in dem es weder eine traditionelle Kasse noch einen Self-Service-Checkout oder ähnliches gibt. Kunden sollen einfach ihre Einkäufe auswählen und dann aus dem Laden hinaus spazieren können.
Das ausgeklügelte Computersystem des Ladens, so Amazon, könne die Kunden via Kameras und andere Sensoren individuell verfolgen und erkenne, wenn eine Ware aus dem Regal genommen und auch, wenn sie wieder zurückgelegt wird. Kurz nach dem Verlassen des Ladens erhalte der Kunde dann eine Rechnung, die seinem Amazon-Konto belastet werde.
Das heisst natürlich auch, dass der Einkauf nur für bereits registrierte Amazon-Kunden funktioniert. Beim hereingehen in den Laden müssen sie Schleusen mit Drehkreuzen passieren und sich dafür mit der "Amazon Go"-App auf dem Smartphone sozusagen in den Laden einloggen.
Das Sortiment besteht hauptsächlich aus abgepackten Lebensmitteln. Ausserdem gibt es auch eine bediente Snackbar. Das Sortiment dürfte spezifisch auf Waren ausgerichtet sein, die vom System des Ladens gut verfolgt werden können.
Trotzdem gab es laut 'The Guardian' diverse Probleme während der Testphase. Amazon hat den Shop von eigenen Angestellten testen lassen. Gemäss Insiderinformationen soll das System beispielsweise Mühe gehabt haben, Individuen zu verfolgen, wenn mehrere Kunden eine ähnliche Köperstatur aufwiesen. Auch sollen Kinder, die Sachen aus den Regalen nahmen und woanders wieder zurücklegten, die KI überfordert haben. (hjm)

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