Kollaborations-Tools werden vielsprachiger und vertraulicher

3. März 2021, 15:02
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Während Webex von Cisco mit Echtzeit-Übersetzung trumpfen will, verspricht Microsoft End-to-End-Verschlüsselung.

Heute stünden Sprachbarrieren einer globalen digitalen Zusammenarbeit mit gleichen Zugangschancen für alle im Weg, schreibt Cisco. Damit soll nun aber Schluss sein. Denn Webex, das hauseigene Videokonferenz-Tool für Unternehmen, verfüge neu über eine Echtzeit-Übersetzungsfunktion. Sie sei ab diesem Monat als Testversion nutzbar und werde ab Mai als Teil des Webex-Assistenten allgemein verfüg- und bestellbar sein.
Laut Mitteilung ermöglicht sie, dass englische Konversation in Echtzeit in mehr als 100 andere Sprachen als Live-Untertitel übersetzt werde, sei es in Deutsch, Polnisch oder Französisch bis hin zu Katalanisch und Zulu.
So sollen sich Kolleginnen und Kollegen jetzt unabhängig von ihrer Muttersprache international noch besser einbringen und austauschen können. Für die Unternehmen schaffe das neue Möglichkeiten, um eine integrative, globale Belegschaft aufzubauen, so Cisco.

Begrenztes E2EE für Teams

Auch Teams von Microsoft soll erweitert werden. So wurden auf der Hausmesse Ignite unter anderem angekündigt, es werde neue Steuerelemente geben, einen neuen Präsentationsmodus, mehr Zuschauer sollen integrierbar sein und die Ansicht dynamischer. Als weitere wichtige Ankündigung ist die zunächst noch begrenzte End-to-End-Verschlüsselung (E2EE) zu nennen.
Sie werde noch in der ersten Jahreshälfte zahlenden Nutzern für 1:1-Meetings in einer Vorschau verfügbar sein. Eine Erweiterung für Online-Meetings ist für später im Jahr versprochen, wie es in einem Blogbeitrag heisst.
Unterstützt werden mit dieser Option 1:1-Teams-VoIP-Anrufe für sensible Online-Gespräche. Um die Sicherheits- und Compliance-Anforderungen zu genügen, würden die IT-Abteilung der Unternehmen die volle Kontrolle darüber haben, wer E2EE nutze, wird in dem umfangreichen Blogpost zu den Teams-Novitäten erklärt.

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