Kommen "Vista-Verschmäher" in Zeitnot?

6. August 2007, 11:35
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Unternehmen sollten Windows XP durch Vista ablösen und nicht auf den Nachfolger warten, rät Marktforscher Gartner, sonst könnte es für sie eng werden.

Unternehmen sollten Windows XP durch Vista ablösen und nicht auf den Nachfolger warten, rät Marktforscher Gartner, sonst könnte es für sie eng werden.
Über die nächste Betriebssystemversion von Microsoft, den Nachfolger von Windows "Vista", gibt es noch kaum konkrete Informationen. Was Microsoft bisher bekannt gab, ist: Für die Entwicklung seien ungefähr drei Jahre vorgesehen, das nächste Windows könnte also (Anfangs?) 2010 auf den Markt kommen, und es soll sich um eine Vollversion für 32- und 64-Bit-Systeme handeln.
Manche Beobachter melden vor allem bezüglich auf den Fahrplan Zweifel an. Microsoft hat sich zwar nach der langen Wartezeit auf Vista schon vor einiger Zeit vorgenommen, wieder schneller zu werden. Aber pünktliche Auslieferungen waren bisher eine Seltenheit und Microsoft muss erst noch beweisen, dass sich dies ändern kann.
Auch wenn es mit den drei Jahren klappen sollte, so findet das Marktforschungs- und Beratungsinstitut Gartner, sollten sich Unternehmen aber von dieser relativ kurz scheinenden Wartefrist auf den Vista-Nachfolger nicht dazu verlocken lassen, auf die Migration auf Vista zu verzichten und noch etwas länger bei XP zu bleiben. Einerseits, so Gartner, werde es sich beim Vista-Nachfolger um ein "datumgesteuertes Release" handeln. Das heisst dass Gartner glaubt, dass Microsoft wesentlich weniger Neuerungen in den Vista-Nachfolger packen wird, als in Vista selbst, und es sich eher um eine Art "Grossen Servicepack" handeln wird. (Der Trend weg von grossen Neuauflagen alle paar Jahre hin zu eher graduellen, kontinuierlichen Upgrades ist in der ganzen Softwareindustrie zu beobachten.)
Ganz abgesehen davon, so warnt Gartner, könnten aber Unternehmen, die Vista überspringen wollen, in Zeitnot geraten, auch wenn der Vista-Nachfolger ohne Verzögerungen schon anfangs 2010 auf den Markt käme. Üblicherweise warten Unternehmen gerne noch 12 bis 18 Monate, bevor sie ein neues OS einführen. Das wäre dann Anfangs bis Mitte 2011 - zu diesem Zeitpunkt werden gemäss Gartner aber auch schon viele unabhängigen Softwarehersteller den Support für XP-Produkte beenden. Ausserdem beendet Microsoft den Support für XP weniger als drei Jahre später. Manche Unternehmen bevorzugen es, ein neues OS zusammen mit der graduellen Erneuerung der PC-Flotte über drei bis vier Jahre einzuführen - dafür bliebe dann also recht wenig Zeit, auch wenn Microsoft seinen neuen "Expressfahrplan" voll einhalten kann. (Hans Jörg Maron)

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