Kommission des Nationalrats will einen "Daten Hub"

8. Oktober 2020, 14:27
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Standardisierte APIs sollen den Zugang zu digitalen Prozessen der Bundesverwaltung und damit die Zusammenarbeit zwischen den Ämtern verbessern.

Der Bundesrat soll einen zentralen und standardisierten Zugang zu den digitalen Prozessen und Daten der gesamten Bundesverwaltung schaffen. Dies fordert die Finanzkommission des Nationalrats in einer Motion.
Mittels Schnittstellen und Microservices soll der digitale Austausch zwischen den Bundesbehörden und den Behörden anderer Staatsebenen, der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft verbessert werden, schreibt die Kommission. Ein solcher "Daten Hub" helfe auch das Once-Only-Prinzip umzusetzen, so dass Unternehmen und Bevölkerung bestimmte Informationen den Behörden nur einmal mitteilen müssten.
Die Motion schliesst an zwei bereits angenommene Motionen an, die den Einsatz von Schnittstellen vorsehen, und erweitert diese. In einer der vorherigen Motionen heisst es, dass der Bund heute einen grossen Aufwand betreibe, um Leistungen elektronisch zugänglich zu machen. Es würden immer mehr amts- oder departementsspezifische Portale entwickelt und die Vernetzung innerhalb der Bundesverwaltung komme zu kurz.
Der aktuelle Vorstoss will, dass der Bundesrat einen verbindlichen Umsetzungsplan erarbeitet. Ausserdem soll der Bundesrat jährlich rapportieren, welche Daten und Prozesse über den Hub erreichbar sind und wie diese genutzt werden.
Die Regeln über die Ausgestaltung sollen organisationsübergreifend verpflichtend vorgegeben und deren Einhaltung überprüft werden. Ziel sei es, den Zugang zu Daten und Prozessen zu harmonisieren. Durch standardisierte Schnittstellen soll die Komplexität verringert und die Flexibilität erhöht werden. Ausserdem werde es so erleichtert, Funktionen wiederzuverwenden oder Prozesse abzulösen. Dies wiederum soll die Abhängigkeit von Anbietern verringern, heisst es in der Begründung der Motion weiter. 

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