Konkurrenz beim digitalen Onboarding wächst

28. Juni 2016, 15:43
  • fintech
  • die post
  • swisscom
image

Mit der Post als neuem Player im Service-Geschäft zur Video-Identifizierung kommt Wettbewerb in das Business für den ID-Check per Video.

Mit der Post als neuem Player im Service-Geschäft zur Video-Identifizierung kommt Wettbewerb in das Business für den ID-Check per Video.
Neu bietet auch die Post für Firmen, Behörden und Institutionen die Möglichkeit an, rechtsgültig Identitäten von natürlichen Personen in Echtzeit per Video über das Internet abzuklären. Deren Kunden müssen also beispielsweise bei einer Kontoeröffnung nicht mehr persönlich am Schalter vorsprechen oder eine Ausweiskopie einschicken, um dann nach einigen Tagen Wartezeit einen Vertrag abgeschlossen zu haben. Viel schneller geht das nun mit dem Service der Post über den wenige Minuten dauernden "ID-Check per Video". Nötig ist dazu lediglich ein Computer mit Webcam und Mikrofon oder ein Smartphone. Damit muss man die Videoverbindung aufbauen, einen gültigen Ausweis mit der Vor- und Rückseite in die Kamera halten, ein Foto des Gesichts erstellen lassen und schon ist die eigene Identität verifiziert. Unternehmen die diesen Dienst einsetzen wollen, werden bei Service-Bezug bei der Post werktags bis 22 Uhr und samstags bis 13 Uhr bedient.
Wie Postsprecher Oliver Flüeler an inside-it.ch schreibt, kommt die Software des deutschen Anbieters Web IDSolution zum Einsatz: "Der gesamte Kundendienst, die Installation und der Betrieb der Software finden auf den Post-Systemen statt". Potentielle Kunden sollen die Lösung "leicht in bestehende Prozesse, Portale und Applikationen" integrieren können. Man stehe in Kontakt mit verschiedenen Unternehmen oder Behörden könne aber heute noch keine Kunden nennen, die den ID-Check per Video von der Post implementiert werden, so Flüeler weiter.
Mit ihrem Angebot tritt die Post in Konkurrenz zu Intrum Justitia und Swisscom, die ebenfalls einen ID-Check per Video als Service anbieten. Dabei basiert das System von Intrum Justitia auf der Software der deutschen IDnow und ist bereits bei einer Bank, der Valora-Tochter Bob Finance an. Auch bei der UBS steht schon eine, allerdings selbstbetriebene, Video-Identifikation im Einsatz. Die Software kommt ebenfalls vom deutschen Anbieter IDNow. Weiter bestehen entsprechende Angebote bei der Liechtensteinischen Landesbank (LLB) und ihrer Tochter Bank Linth, die die LLB beziehungsweise die Bank Linth selber betreiben. Im Einsatz steht bei beiden wiederum eine Lösung der WebID Solutions. (vri)

Loading

Mehr zum Thema

image

UBS baut ihr digitales Angebot aus

Mit der rein digitalen Sortimentslinie Key4 will die Grossbank vor allem Neukunden gewinnen. Man fahre aber keine Neobanken-Strategie.

publiziert am 19.5.2022
image

Swisscom ist unverändert für Grundversorgung zuständig

Die Eidgenössische Kommunikations­kommission (Comcom) hat die bestehende Grund­versorgungs­konzession von Swisscom ohne Veränderungen um ein weiteres Jahr verlängert.

publiziert am 19.5.2022
image

Payment-Startup Klarpay sichert sich 3 Millionen Franken

Nach einer Finanzierungs­runde will das Finma-lizenzierte Fintech das Wachstum vorantreiben.

publiziert am 17.5.2022
image

Finnova kauft Fintech Contovista

Viseca verkauft das Vorzeige-Fintech an Finnova. Der Banken­software-Hersteller will mit Contovista sein Data-Analytics-Know-how und -Portfolio stärken.

publiziert am 16.5.2022