Konsolidierung im Versicherungssoftware-Markt

12. März 2009, 16:54
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Finnova-Grossaktionär msg systems fädelt Fusion von COR und FJA ein. Viele namhafte Schweizer Versicherungen setzen COR-, FJA- und msg-Lösungen ein.

Finnova-Grossaktionär msg systems fädelt Fusion von COR und FJA ein. Viele namhafte Schweizer Versicherungen setzen COR-, FJA- und msg-Lösungen ein.
Die beiden deutschen Softwareunternehmen COR und FJA wollen per September 2009 fusionieren. Die beiden bisherigen Konkurrenten sind auf Software für Finanzdienstleister, insbesondere Versicherungen, spezialisiert. Mit diesem "Merger of Equals" schliessen sich die beiden Marktführer im Bereich Standardsoftware für Lebensversicherungen in Deutschland zusammen, heisst es in einer Mitteilung.
Die Fusion soll in den jeweiligen Hauptversammlungen Mitte des Jahres von den Aktionären verabschiedet werden. Für das fusionierte Unternehmen werden zirka 1000 Mitarbeitende in sieben Ländern arbeiten, bei einem voraussichtlichen Jahresumsatz von über 130 Millionen Euro. Durch die Fusion erwarten beide Unternehmen Synergieeffekte für die kommenden Jahre, die kumuliert im zweistelligen Millionenbereich liegen sollen.
Von msg systems eingefädelt
Nach Einschätzung der deutschen 'Computerwoche' wurde die Fusion vom deutschen Systemintegrator und Versicherungssoftware-Hersteller msg systems eingefädelt. Das Unternehmen hält derzeit 57,5 Prozent der COR-Anteile und mit COR zusammen 30,47 Prozent der FJA-Aktien. Aus Sicht des Beratungsunternehmens Pierre Audoin Consultants (PAC) ist dies ein "cleverer Schachzug", der den Marktanteil von msg systems erhöht, die mittelständisch geprägten Häuser jedoch auch vor "grobe Herausforderungen" stellen dürfte. Trotz guter Technologien und Services gelte es, die verschiedenen Produkte und Marken unter einen Hut zu bringen und teils langjährige Kunden auf die neue Situation einzustellen.
Bâloise, Zurich, Swiss Re...
COR, FJA und msg sind auch in der Schweiz mit diversen Niederlassungen präsent. Sie bedienen viele wichtige Versicherer wie etwa Bâloise, Zurich, Helvetia, Swiss Life, Swiss Re oder CSS. Msg hat sich Ende 2006 mit 20 Prozent am Lenzburger Kernbankensoftwarehersteller Finnova beteiligt. Wie Finnova-Chef Charlie Matter zu inside-it.ch sagt, wird msg die Beteiligung an Finnova wie geplant in den kommenden Tagen aufstocken. Geplant ist, dass msg zusammen mit dem Finnova-Management die Mehrheit haben wird. Matter betont, dass die Fusion von COR und FJA keinen Einfluss auf Finnova haben wird. (Maurizio Minetti)

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