Konsortium testet Blockchain-Lösung für Container-Schifffahrt

27. März 2018, 12:36
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Ein Konsortium bestehend aus der Brauereigruppe AB InBev, der Reederei APL, dem Logistikunternehmen Kuehne + Nagel sowie einer europäischen Zollbehörde hat den Einsatz einer Blockchain-Technologie getestet.

Ein Konsortium bestehend aus der Brauereigruppe AB InBev, der Reederei APL, dem Logistikunternehmen Kuehne + Nagel sowie einer europäischen Zollbehörde hat den Einsatz einer Blockchain-Technologie getestet. Man habe einen Test mit einer Blockchain-Lösung von Accenture in der Containerschifffahrt erfolgreich abgeschlossen, schreibt Accenture. Die Lösung könne der Transport- und Logistikindustrie Einsparungen in Höhe von mehreren hundert Millionen Franken verschaffen, glauben die Beteiligten.
Für das internationale Verfrachten von Waren, wie etwa Fahrzeugen oder Konsumgütern, seien häufig mehr als zwanzig unterschiedliche und zumeist papierbasierte Dokumente nötig. Physische Dokumente seien unverlässlich, müssten teilweise manuell ausgefüllt werden und erlaubten nicht allen Beteiligten in Echtzeit auf die entsprechenden Daten zuzugreifen. Mit der Blockchain-Lösung sei auch kein digitaler Austausch von Dokumenten mehr nötig. Die Fracht-Daten könnten über die Blockchain verbreitet und den beteiligten Akteuren zugänglich gemacht werden. Die Technologie biete zudem den Vorteil, dass Daten nicht manipulierbar seien und erfülle damit hohe Sicherheitsanforderungen, wie es in der Mitteilung heisst.
Mit der getesteten Lösung seien 80 Prozent der bis anhin nötigen manuellen Dateneingaben entfallen. Auch sei die Überprüfung des Frachtguts durch den Zoll vereinfacht worden, schreiben die Unternehmen. Da die Angaben für alle Parteien nachvollziehbar seien, erhöhe sich zudem die Transparenz der gesamten Supply Chain.
Im Rahmen des Testeinsatzes der Blockchain-Lösung seien zwölf Containertransporte per Schiff in verschiedene Zielhäfen geschickt worden, die jeweils in Ländern mit unterschiedlichen regulatorischen Bestimmungen gelegen seien. Die am Konsortium beteiligten Firmen seien dabei repräsentativ für die einzelnen Abläufe während eines typischen Verschiffungsvorgangs von Waren: AB InBev als Exporteur, APL als Reederei, Kuehne + Nagel als Speditionsunternehmen sowie eine europäische Zollbehörde. (kjo)

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