"Konstruktive Diskussionen" am 1. Schweizer "Glasfasergipfel"

9. Juni 2008, 16:17
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"Ritter der Glasfaserrunde:" 12 Carrier-Bosse an Marc Furrers "rundem Tisch"

"Ritter der Glasfaserrunde:" 12 Carrier-Bosse an Marc Furrers "rundem Tisch".
Wie die ComCom (eidgenössische Kommunikationskommission) heute in einem mageren Communiqué mitteilt, haben sich heute die Chefs von 12 Schweizer Unternehmen an einem "Runden Tisch" zum Thema "Fibre-to-the-Home" getroffen. Darunter dürften sich Carsten Schloter (Swisscom), Rudolf Fischer (Cablecom), Andreas Wetter (Orange), Christoph Brand (Sunrise) sowie die Chefs von Elektrizitätswerken und internationalen Telecom-Firmen befunden haben.
Die Diskussion am Runden Tisch hätten in einem "konstruktiven Klima" stattgefunden, so die ComCom heute Abend, ohne aber auf (allfällige) Ergebnisse einzugehen. Es seien Fragen der gemeinsamen Nutzung des Glasfaserzuganges, der Standardisierung und eines koordinierten Netzausbaus diskutiert worden. Die Teilnehmer hätten dabei ihre Ansichten und Absichten eingebracht. Als nächstes wolle nun die ComCom und das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) "einzelne Punkte bilateral mit den Marktakteuren weiter diskutieren."
Gestern hat die 'Sontagszeitung' berichtet, dass die ComCom, beziehungsweise deren Chaf Marc Furrer, auf heute die Chefs von grossen Playern im Schweizer Telekommunikationsmarkt eingeladen hat, um mit ihnen insbesondere über den Anschluss von einzelnen Haushalten mittels Glasfasern (Fiber-to-the-home") zu diskutieren. Die ComCom möchte verhindern, dass im Bereich der Glasfaser-Hausanschlüsse Monopole entstehen, die den Zugang für andere Telekommunikationsanbieter erschweren und den Wettbewerb behindern. Gleichzeitig soll der Netzaufbau trotzdem "möglichst effizient stattfinden, um volkswirtschaftlich sinnvolle Investitionen zu erlauben." Die ComCom hüllt sich (noch) in Schweiz darüber, wie dies gewährleistet werden soll, und welche regulatorischen Zwangsmassnahmen sie erwägen könnte. (hjm)

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