Kontroversen um Windows 8

19. November 2012, 10:47
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Guter oder enttäuschender Verkaufsstart? Unbrauchbar oder innovativ?

Guter oder enttäuschender Verkaufsstart? Unbrauchbar oder innovativ?
Zu den Verkaufszahlen von Windows 8 gibt es noch kaum konkrete Informationen. Microsoft meldete zwar kurz nach dem Verkaufsstart Ende Oktober, dass in den ersten drei Tagen bereits vier Millionen Lizenzen verkauft.
Vor einer Woche hatte allerdings Microsoft-Chef Steve Ballmer gegenüber der französischen Tageszeitung 'Le Parisien' eingeräumt, dass die Verkaufszahlen der Surface-Tablets bisher noch "bescheiden" seien. Die Surface-Geräte seien aber schliesslich auch erst Online über Microsoft-Sites sowie in wenigen Verkaufsstellen in den USA erhältlich. Die Presserezensionen seien dagegen "phänmomenal".
Gar nicht phänomenal findet allerdings der Design- und usability-Guru Jakob Nielsen das neue Betriebssystem, beziehungsweise zumindest dessen Useroberfläche. Nielsen liess Windows 8 durch einige "Poweruser" testen und kritisiert nun so ziemllich alles an der neuen Oberfläche. Einer der schlimmsten Aspektre für PC-User sei, dass nicht mehr mehrere Fenster gleichzeitig sichtbar seien. Das neue Windows sollte deshalb eigentlich nur noch "Window" heissen, findet Nielsen. Sein Fazit: Für Tablets und andere kleinere, "Touch"-orientierte Geräte sei Windows 8 ein Betriebssystem mit einigen Schwächen, die sich aber in einem Update noch ausbügeln liessen. Für PCs mit grossen Bildschirmen sei es dagegen ein "Monster", dass die Produktivität der User deutlich senke. Microsoft habe im Bemühen, Dinge anders zu machen als frühere Betriebssysteme viele Fehler gemacht.
Genau dieses Anderssein und die drastischen Änderungen gefallen dagegen dem Apple-Mitgründer Steve Wozniak. "Woz" scheint allerdings Microsofts neue Innovationskraft vor allem zum Anlass zu nehmen, um seine alten Mitstreiter bei Apple zu kritisieren. Er mache sich Sorgen, so Wozniak in einem Interview mit 'Techcrunch', dass Microsoft zu einem innovativeren Unternehmen werden könnte, als Apple. Microsoft sei momentan eher das Unternehmen, dass wirklich mutige, innovative Neuerungen lanciere, während sich Apple seit einiger Zeit darauf beschränke, einfach die altbekannten Produkte zu verbessern. (Hans Jörg Maron)

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