Konzerne wollen keine Mitarbeitenden zur CES 2022 schicken

22. Dezember 2021, 13:42
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Die Virus-Variante Omikron könnte das Comeback der Messe in Las Vegas gefährden. Amazon, Meta, Twitter und weitere haben ihre Stände abgesagt.

Nachdem die letzte Ausgabe virtuell über die Bühne ging, soll die Ausgabe 2022 der Consumer Electronics Show (CES) vom 5. bis 8. Januar wieder als physisches Event in Las Vegas stattfinden. Dies hatten die Veranstalter im August angekündigt. Besucher und Aussteller würden aber nur unter Vorlage eines gültigen Impf-Zertifikats und mit Maskenpflicht eingelassen.
Bis zum 21. Dezember haben sich rund 2200 Unternehmen für die CES angemeldet. Auch Switzerland Global Enterprise und Präsenz Schweiz wollen zusammen mit Partnern und rund 15 Schweizer Startups teilnehmen.
Doch mit der steigenden Zahl von Covid-Fällen und der Verbreitung der Virus-Variante Omikron beginnen sich jetzt die Absagen zu häufen. Mit Amazon, Facebook-Besitzer Meta, Twitter und Pinterest wollen einige grossen Konzerne keine Mitarbeitenden nach Las Vegas schicken.
"Aufgrund des Anstiegs der Covid-Fälle im ganzen Land in der vergangenen Woche haben wir beschlossen, unsere persönliche Präsenz auf der CES nächsten Monat abzusagen", heisst es in einer Erklärung von Twitter. Man wolle andere Möglichkeiten prüfen, um mit Kunden und Partnern in Kontakt zu treten. Chiphersteller Nvidia hatte bereits zuvor nur einen virtuellen Auftritt geplant.
Abgesagt hat auch Mike Sievert, US-Chef von T-Mobile, der als Keynote-Redner vorgesehen war. "Bei dieser Entscheidung priorisieren wir die Sicherheit unseres Teams und anderer Teilnehmer", erklärte T-Mobile. Wichtige US-Tech-Medien wie 'The Verge', 'Cnet', 'Engadget', 'Techcrunch' und 'Techradar' wollen ebenfalls keine Journalisten und Journalistinnen nach Las Vegas entsenden.
Andere Konzerne wie General Motors und Samsung wollen vorerst an einer physischen Präsenz festhalten. Sony und Google erklärten gegenüber 'Bloomberg', dass sie noch teilnehmen wollten, aber die "lokalen Bedingungen" genau verfolgen würden.

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