Kopf-an-Kopf-Rennen um die Server-Krone

25. Februar 2011, 16:37
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Hewlett-Packard und IBM dominieren weiterhin den Markt. Oracle als Verlierer.

Hewlett-Packard und IBM dominieren weiterhin den Markt. Oracle als Verlierer.
Gemäss den jüngsten Zahlen von Gartner wuchs der weltweite Servermarkt letztes Jahr umsatzmässig um 13,2 Prozent. Der Absatz in Stückzahlen erhöhte sich um 16,8 Prozent. Auch im vierten Quartal stiegen die Absatz- und Umsatzzahlen. Zwar konnte Dell letztes Jahr sowohl bei der Aufstellung nach Umsatz als auch nach Stückzahlen am stärksten wachsen, doch nach wie vor dominieren Hewlett-Packard und IBM den Markt - zusammen kontrollieren sie 62 Prozent des Servermarktes nach Umsatz.
Letztes Jahr sei vor allem die Nachfrage nach x86-Servern stark gewesen, zudem habe die Einführung neuer Prozessoren von Intel und AMD Ende 2009 die Investitionen beschleunigt. Dazu beigetragen hat auch die Lancierung einer neuen Mainframe-Generation durch IBM. Vor 2010 hatten Unternehmen aufgrund der Wirtschaftskrise weniger in ihre IT-Infrastruktur investiert, letztes Jahr wurden nun diese aufgeschobenen Investitionen getätigt, so Gartner.
Der Umsatz mit Blade-Servern wuchs letztes Jahr um 29,5 Prozent, der Absatz um 12,6 Prozent. HP führte diesen Unterbereich mit einem Marktanteil von 47,3 Prozent an. Die Nummer zwei, IBM, kommt auf hier auf einen Marktanteil von 25,4 Prozent. Dell konnte im Blade-Bereich den Marktanteil leicht steigern, während Cisco im ersten vollen Jahr als Serverhersteller immerhin auf einen Marktanteil im unteren einstelligen Prozentbereich kam.
Schaut man sich die sechs von Gartner aufgestellten Tabellen auf, fällt auf, dass fast überall HP die Führung inne hat. Nur beim weltweiten Server-Umsatz im vierten Quartal ist IBM an der Spitze. Klarer Verlierer ist hingegen der Datenbank-Spezialist Oracle, der durch die Übernahme von Sun zum Serverhersteller avancierte.
Gartner geht davon aus, dass der Servermarkt dieses Jahr weiter wächst, allerdings weniger schnell. Die höchste Stufe des x86-Ersatz-Zyklus sei wahrscheinlich letztes Jahr erreicht worden. Der Marktforscher sieht weiterhin IBM und HP als Treiber. Beide Hersteller erreichten letztes Jahr einen Serverumsatz von über 15 Milliarden Dollar und einen Marktanteil von 31 Prozent. Während HP mit seinen x86-ProLiants im Jahresvergleich stärker wuchs als IBM, konnte "Big Blue" dank seinem System Z im vierten Quartal Boden gut machen. (mim)

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