Kostendruck im Schweizer Maintenance-Markt

21. Januar 2013, 16:50
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Laut dem Marktforscher MSM Research, befindet sich der Schweizer Wartungs-Markt im Sinkflug. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Laut dem Marktforscher MSM Research, befindet sich der Schweizer Wartungs-Markt im Sinkflug. Dafür gibt es mehrere Gründe.
Die im Dezember 2012 vom Marktforschungs- und Beratungsunternehmen MSM Research durchgeführte Umfrage zum Thema Maintenance und Support bei Schweizer Unternehmen hat ergeben, dass sich der Schweizer Markt zwar einerseits etwas erholen würde, andererseits der Druck auf die Budgets bestehen bleibt. Befragt wurden 84 ICT-Verantwortliche zu qualitativen Themen sowie weitere 300 zu den ICT-Ausgaben und Budgets.
2012 schloss der Schweizer ICT-Gesamtmarkt mit einer "roten Null" (-0,6 Prozent) ab. Für 2013 rechnet das Marktforschungsinstitut MSM Research mit einer leichten Erholung im B2B-Bereich um plus 1,2 Prozent.
Die knappen ICT-Budgets und der Kostendruck wirken sich negativ auf die Hard- sowie Software-Wartung aus: 2012 wurden von Schweizer Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung insgesamt 1,53 Milliarden Franken für ICT-Wartung aufgewendet, was im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von 3,9 Prozent entspricht, so die Studie. ICT-Wartung ist laut MSM Research kein "Nobody", denn rund jeder zehnte ICT-Franken wird für Maintenance und Support ausgegeben. Die Maintenance-Budgets der Schweizer Unternehmen seien 2012 gesamt gesehen, um rund 60 Millionen Franken gekürzt worden. Fürs laufende Jahr rechne man mit einem weiteren Rückgang für die Wartungs-Ausgaben von 1,3 Prozent.
Auch Cloud-Dienste sind schuld
Was sind die Gründe für das Schrumpfen des Wartungsmarktes? MSM Research sieht mehrere Gründe: Einerseits seien es die allgemein sinkenden Preise im Hardware und Softwarebereich, die zu tieferen Kosten bei der Maintenance führen. Daneben würden Anwender zu günstigeren Verträgen und SLAs wechseln, Wochenenden würden aus den Verträgen gestrichen und die Verlagerung von Diensten in die Cloud sei ebenfalls einer der Gründe. Ebenso wird bei nichtkritischen Problemen auf interne Unterstützung gesetzt und günstige Geräte werden einfach ausgetauscht statt repariert.
Weiter zeigt die Studie, dass IT-Chefs ihre Ausgaben auf "kritische Systeme und Anwendungen, deren Ausfall direkten Einfluss auf die Kundenbeziehungen und den Geschäftsverlauf haben könnten" konzentrieren. Darüber hinaus haben auch die IT-Chefs neue Wünsche an die Wartungsanbieter. Erwartet wird eine bessere Transparenz der erbrachten Leistungen nach modernen IT-Service Management Standards oder auch differenziertere Verträge mit Blick auf den möglichen "Business Impact". (hal)

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