Kostenfallen beim Cloud Computing

22. Januar 2013, 10:33
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Wildwuchs, Security-Probleme, schlecht ausgelastete Kapazitäten.

Wildwuchs, Security-Probleme, schlecht ausgelastete Kapazitäten.
Cloud Computing ist weiterhin eines der grossen prioritären Themen, mit denen sich IT-Abteilungen von Unternehmen weltweit beschäftigen. Cloud Services sind attraktiv, weil man sie vermeintlich einfach implementieren und so die IT wesentlich flexibler machen kann. Und natürlich locken die erhofften Kosteneinsparungen.
Letztere fallen laut einer von Symantec in Auftrag gegebenen Studie oft tiefer aus, als erhofft, da Anwenderunternehmen mit unerwarteten versteckten Kosten konfrontiert werden.
Für die Studie wurden mehr als 3200 Unternehmen in 29 Ländern befragt. 90 Prozent davon setzen sich gegenwärtig mit dem Thema Cloud auseinander - verglichen mit der entsprechenden Befragung sind dies noch einmal 15 Prozent mehr. 77 Prozent erklären allerdings auch, dass vor allem der "Wildwuchs" bei den Cloud-Anwendungen ein ernstzunehmendes Problem sei. Offensichtlich haben die ITler ihre User beziehungsweise Geschäftsabteilungen in dieser Beziehung weiterhin nicht im Griff: Wie schon in früheren Studien wird beklagt, dass Geschäftsbereiche immer wieder öffentliche Cloud-Dienste implementieren, die von den IT-Abteilungen nicht abgesegnet wurden. Was für Abteilungen und Angestellte praktisch und "sexy" ist - oft allerdings auch nur kurfristig - kann gleichzeitig Management- und Supportkosten in die Höhe treiben. Zudem werden so oft auch wichtige Unternehmensdaten einem Risiko ausgesetzt.
Verkomplizierte Datensicherung
Spezifische versteckte beziehungsweise unnötige Kosten enstehen laut der Studie insbesondere im Bereich Backup und Storage. Das hat zwei Gründe. Einerseits verkompliziert sich die Datensicherung ein weiteres mal. Viele Unternehmen setzten laut der Studie gegenwärtig drei oder sogar noch mehr unterschiedliche Systeme ein, um ihre Daten in physischen, virtuellen und Cloud-Umgebungen zu sichern. Trotzdem haben 43 Prozent bereits einmal Cloud-Daten verloren. Über zwei Drittel hatten schon Probleme bei der Daten-Wiederherstellung.
Gleichzeitig ist die Auslastung der Cloud-Kapazitäten typischerweise gering - sprich, man bezahlt eigentlich mehr, als genutzt wird. Bei traditionellen Speichersystemen strebe man normalerweise eine Auslastung von rund 50 Prozent an, so Symantec. Bei den von den Umfrageteilnehmern genutzten Cloud-Speichern liegt die Auslastung laut der Studie dagegen bei nur 17 Prozent. (Hans Jörg Maron)

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