Krise frisst Ingrams Umsatz und Gewinn

31. Juli 2009, 08:53
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Immerhin erzielte der Disti die beste Q2-Marge seit elf Jahren.

Immerhin erzielte der Disti die beste Q2-Marge seit elf Jahren.
Der weltweit grösste IT-Distributor Ingram Micro bekam die Krise im zweiten Geschäftsquartal, das am 4. Juli abgeschlossen wurde, mit voller Härte zu spüren. Zwar freut sich das Unternehmen über die höchste Q2-Bruttomarge seit elf Jahren (5,87%), doch dass Umsatz und Gewinn markant gesunken sind, ist nicht zu übersehen. Der Umsatz sank – laut Ingram vor allem wegen der Wirtschaftskrise – um satte 25 Prozent von 8,82 auf 6,58 Milliarden Dollar und der Nettogewinn stürzte von 58,9 auf 25,3 Millionen Dollar ab. Währungsbereinigt sank der Umsatz immer noch um ungefähr 18 Prozent.
Immerhin ist Ingram weiterhin in allen Regionen profitabel. In Nordamerika sanken die Verkäufe um 22 Prozent auf 2,74 Milliarden Dollar und der operative Gewinn von 44,4 auf nur noch 9,1 Millionen Dollar. Das Ergebnis wurde durch Restrukturierungskosten in der Höhe von 5,3 Millionen Dollar belastet – im Q2 des Vorjahres betrugen diese Kosten nur 0,9 Millionen Dollar. Die schlechte Situation in Nordamerika sei vor allem auf Verluste im Consumer-Electronics-Bereich zurückzuführen.
Nicht besser in Europa
Ähnlich mies verlief das Geschäft in EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika). Hier sank der Umsatz um 32 Prozent (währungsbereinigt um 20%) von 2,96 Milliarden auf etwas über 2 Milliarden Dollar. Der schwache Umsatz sei auf drei Faktoren zurückzuführen: Schwache Nachfrage, Ausstieg aus unprofitablen Geschäften in den vorangegangenen 12 Monaten und ein Fokus auf profitablere Verkaufsmöglichkeiten.
Ohne diese Massnahmen wäre der Gewinn wohl noch mehr gesunken. Im Q2 resultierte in Europa ein operativer Gewinn von 10,2 Millionen Dollar, verglichen mit 15,7 Millionen Dollar im Vergleichsquartal des Vorjahres. Darin eingeschlossen sind Restrukturierungskosten von 1,5 Millionen Dollar – letztes Jahr wurde das EMEA-Ergebnis durch Restrukturierungskosten in der Höhe von 6,8 Millionen Dollar belastet. (mim)

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