Krise: Japans Hightech-Industrie blutet

30. Juli 2009, 10:03
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In den vergangenen Tagen haben die drei japanischen Elektronikhersteller Canon, Toshiba und Sony Quartalszahlen veröffentlicht – allesamt unerfreulich.

In den vergangenen Tagen haben die drei japanischen Elektronikhersteller Canon, Toshiba und Sony Quartalszahlen veröffentlicht – allesamt unerfreulich. Canon musste einen Umsatzrückgang von 28 Prozent auf 793,8 Milliarden Yen hinnehmen (10 MilliardenYen sind knapp 115 Millionen Franken). Der Nettogewinn sank um satte 85 Prozent auf 15,6 Milliarden Yen, während der operative Gewinn um 72 Prozent auf 44,9 Milliarden Yen zurückging. Canon litt in sämtlichen Geschäftsbereichen. Aufgrund der schlechten Aussichten hat Canon die Umsatzprognose für das laufende Jahr von bisher 3,33 auf 3,2 Billionen Yen gesenkt.
Im Gegensatz zu Canon schreiben Toshiba und Sony rote Zahlen. Im ersten Geschäftsquartal rutschte Toshiba noch tiefer in die roten Zahlen. Aufgrund der schwachen Elektronik-Nachfrage stieg der Nettoverlust auf 57,8 Milliarden Yen. Im Vergleichsquartal des Vorjahres betrug der Verlust noch 11,6 Milliarden Yen. Der Betriebsverlust stieg von April bis Juni von 22,88 auf 37,59 Milliarden Yen. Beim Umsatz gab es einen Rückgang um 17,2 Prozent auf 1,34 Billionen Yen. Auch bei Toshiba gingen die Umsätze in allen Sparten zurück.
Bei Sony betrug der Nettoverlust 37,1 Milliarden Yen, nach einem Gewinn von 35 Milliarden Yen im Vergleichsquartal des Vorjahres. Der Umsatz sank um 19,2 Prozent auf 1,59 Billionen Yen. Umsatzwachstum gab es nur in der Musik- sowie in der Film- und Fernsehsparte. (mim)

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