Krise? Nicht für IBM

21. Januar 2009, 10:24
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Fokussierung auf Software und Services zahlt sich aus: Big Blue steigerte 2008 Umsatz und Gewinn markant. Im letzten Quartal gingen die Umsätze allerdings zurück.

Fokussierung auf Software und Services zahlt sich aus: Big Blue steigerte 2008 Umsatz und Gewinn markant. Im letzten Quartal gingen die Umsätze allerdings zurück.
IBM hat im Gegensatz zu vielen anderen IT-Firmen gute Zahlen für das vergangene Jahr veröffentlicht. Der Umsatz stieg um 5 Prozent auf 103,6 Milliarden Dollar und der Gewinn stieg sogar um satte 18 Prozent auf 12,3 Milliarden Dollar. IBM-Schweiz-Sprecherin Susan Orozco wollte auf Anfrage keine Angaben zum Geschäftsgang in der Schweiz machen.
In den letzten drei Monaten erlitt aber auch IBM Umsatzeinbussen. Während der Nettogewinn im Schlussquartal um 12 Prozent auf 4,4 Milliarden Dollar stieg, sank der Umsatz vor allem aufgrund des starken Dollars um 6 Prozent auf 27 Milliarden Dollar (währungsbereinigt resultierte ein Umsatzrückgang von 1 Prozent). Dabei gingen die Verkäufe in allen geographischen Regionen und Segmenten zurück – nur die Software Group konnte die Umsätze im Q4 leicht um 2,6 Prozent steigern.
IBM-Chef Samuel Palmisano sprach trotzdem von einem "starken vierten Quartal", das ein hervorragendes Jahr abschliesse. Tatsächlich hat es IBM durch Diversifikation geschafft, in profitableren Segmenten zu expandieren, wie etwa Software und Services. Gleichzeitig hat sich Big Blue schon vor vier Jahren erfolgte der Ausstieg aus dem Drucker-Business. Zudem investiert IBM zunehmend in Niedriglohnländer wie Indien und Brasilien.
Anfang Jahr waren Gerüchte aufgetaucht, dass IBM Stellen abbauen könnte. Davon ist jetzt nicht mehr die Rede. Laut US-Medien schrieb Palmisano in einem internen E-Mail am Dienstag, dass "Trimmen" nicht die momentane Strategie von IBM sei. (Maurizio Minetti)

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