Krise: Selbst Microsoft leidet

24. April 2009, 09:28
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Quartalsumsatz um 32 Prozent gesunken. Keine Besserung im nächsten Quartal erwartet.

Quartalsumsatz um 32 Prozent gesunken. Keine Besserung im nächsten Quartal erwartet.
Auch der Softwarekonzern Microsoft kriegt die Krise zu spüren und gab gestern Abend für dritte Geschäftsquartal 2008 erstmals seit 23 Jahren einen Rückgang des Gewinns auf 2,98 Milliarden Dollar bekannt. In der Zahl sind allerdings auch ausserordentliche Belastungen in der Höhe von 710 Millionen Dollar enthalten, die unter anderem für den Abbau von Arbeitsplätzen und die Abschreibung von Investments eingesetzt wurden. Gegenüber dem Vorjahresquartal mit einem damals ausgewiesenen Gewinn von 4,39 Milliarden entspricht dies einem Rückgang um 32 Prozent. Auch der Umsatz sank, allerdings weniger stark, um 6 Prozent auf 13,65 Milliarden Dollar. Immerhin um drei Prozent auf 4,44 Milliarden stieg hingegen der operative Gewinn.
Als Begründung für die schlechteren Zahlen nannte Microsoft die Schwäche des weltweiten PC- und Servermarktes, welche insbesondere die Client-Sparte negativ beeinflusst habe. So sank der Umsatz in diesem Bereich von 4,03 auf 3,4 Milliarden Dollar bei einem operativen Gewinn von 2,51 Milliarden. Etwas steigern konnte der Konzern die Umsätze jedoch im Bereich Server-Systeme, Datenbanken und Entwicklungswerkzeuge. Dieser kletterte von 3,24 auf 3,47 Milliarden US-Dollar, mit einem operativen Gewinn von 1,34 Milliarden Dollar.
Auf gleichbleibendem Niveau präsentieren sich die Zahlen in der Entertainment & Devices-Gruppe, die die Xbox360, Spiele und mobile Geräte beinhaltet. Hier lag der Umsatz bei 1,57 Milliarden Dollar gegenüber 1,59 Milliarden im Vorjahr, allerdings resultiert in dieser Sparte nun ein Verlust von 31 Millionen, gegenüber einem Plus von 106 Millionen im Vorjahr. Das Geschäft mit Office- und Business-Software verzeichnete ebenfalls einen kleinen Umsatzrückgang von 4,73 auf 4,50 Milliarden US-Dollar.
In Redmond rechnet man nicht mit einer schnellen Erholung. Vielmehr sei zu erwarten, dass sich die Schwäche noch mindestens über das nächste Geschäftsquartal hinaus weiterziehen wird. (Thomas Brühwiler)

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