Kritik aus der Zentrale für CA Schweiz

29. November 2005, 16:23
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Oft sind Schweizer Niederlassungen von internationalen Konzernen so etwas wie die Vorzeigekinder unter den Länderniederlassungen.

Oft sind Schweizer Niederlassungen von internationalen Konzernen so etwas wie die Vorzeigekinder unter den Länderniederlassungen. Cei CA scheint dies weniger der Fall zu sein. Jedenfalls charakterisierte, wie 'IT Reseller Online' berichtet, Greg Corgan, Executive Vice President Worldwide Sales und Geschäftsleitungsmitglied von CA, in einem Interview die Situation von CA Schweiz überraschend kritisch: "Zu sehr abhängig von Large Accounts, zu sehr abhängig von der bestehenden Kundenbasis und schliesslich zu stark abhängig von einzelnen grossen Projekten." Diese Tendenz treffe allerdings auch auf das Europageschäft von CA insgesamt zu.
Um die Situation zu verbessern, will CA nun gemäss 'ITR' das indirekte Geschäft über den Channel stärken. Dieses mache gegenwärtig nur 10 Prozent des Umsatzes aus, ein Anteil, der auf über 30 Prozent angehoben werden solle. Unter anderem soll Country Manager Roman Huber zu diesem Zweck die Beziehungen zu den weltweit tätigen Systemintegratoren intensivieren, andererseits sollen auch lokal verankerte Partner und möglicherweise auch Value-added-Distis angeheuert werden.
Etwas skeptisch stimmt einen dabei allerdings, dass CA Schweiz schon in den letzten Jahren immer wieder angekündigt hatte, das Channelgeschäft stärken zu wollen. Diese Initiativen trugen aber offensichtlich bisher kaum Früchte. Wie wir aus Insiderquellen gehört haben, wurden sie zwar oft laut verkündet aber zuwenig konsequent angepackt und litten zum Beispiel unter Abstimmungsschwierigkeiten mit den eigenen Sales-Leuten von CA. Man kann dem frischgebackenen Country Manager Roman Huber daher also nur wünschen, dass es dieses Mal besser läuft. (Hans Jörg Maron)

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