Kryptobörse meldet Probleme bei Ethereum Classic

8. Januar 2019, 14:33
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Coinbase habe am Sonntag eine "tiefgreifende Reorganisation der Ethereum Classic Blockchain (ETC)" entdeckt, die doppelte Ausgaben beinhaltete.

Coinbase habe am Sonntag eine "tiefgreifende Reorganisation der Ethereum Classic Blockchain (ETC)" entdeckt, die doppelte Ausgaben beinhaltete. Dies meldete die Kryptowährungsbörse Coinbase. Um die Kundengelder zu schützen, so der Blogeintrag, habe man alle Transaktionen auf der Ethereum Classic Blockchain bis auf weiteres unterbrochen. Man habe nach diesem ersten Event, das am Sonntag entdeckt wurde, noch weitere entdeckt. Laut Coinbase kam es zu doppelten Ausgaben von über 200'000 ETC im Wert von über einer Million US-Dollar. Kunden seien davon aber nicht betroffen gewesen.
Zwischenzeitlich sank der Wert von ETC um fast zehn Prozent. Und neben Coinbase haben auch weitere Kryptobörsen den Handel mit ETC zwischenzeitlich ausgesetzt.
Laut verschiedenen Medienberichten könnte es sich um eine sogenannte 51-Prozent-Attacke gehandelt haben, auch bekannt als Rollback-Angriff. Ein solcher Angriff ermögliche es, die Ethereum-Blockchain neu zu organisieren und ETC zu "verdoppeln". Damit könnten zuvor ausgegebene virtuelle Münzen zurückgewonnen und an einen neuen Empfänger übertragen werden, fasst 'Ars Technica' zusammen.
Auf dem offiziellen Twitter-Account von Ethereum Classic heisst es zunächst, die Unstimmigkeiten seien auf den Krypto-Miner-Hersteller Linzhi zurückzuführen, der neue Maschinen teste, so das US-Onlinemagazin 'Coindesk'. In einer E-Mail 'Coindesk' schreibt der Betriebsleiter von Linzhi, Wolfgang Spraul, jedoch: "Wir leugnen solche Behauptungen kategorisch, sie sind völlig unbegründet und können Teil des Angriffs selbst sein". (kjo)

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