KTI unterstützt 14 KMU mit Sondermitteln

25. Januar 2017, 14:42
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Aufgrund des starken Frankens hat die Kommission für Technologie und Innovation KTI vergangenes Jahr Sondermassnahmen beschlossen.

Aufgrund des starken Frankens hat die Kommission für Technologie und Innovation KTI vergangenes Jahr Sondermassnahmen beschlossen. In diesem Zusammenhang wurde ein Zusatzkredit von rund 60 Millionen Franken bewilligt, um Innovationsprojekte von KMU zu fördern. Insbesondere sollten exportorientierte KMU mit zusätzlichen Mitteln unterstützt werden. Damit sollten Produktionsverlagerungen verhindert und Arbeitsplätze gesichert werden.
Der Zusatzkredit von 61 Millionen Franken ist nun fast ausgeschöpft. Mit den Geldern wurden 161 Projekte, etwa die Hälfte der Bewerbungen, unterstützt, so eine Mitteilung. 14 Zusagen gingen an KMU aus der ICT-Branche jeweils in Zusammenarbeit mit Forschungspartnern. Diese Projekte erhielten insgesamt knapp fünf Millionen Franken.
Darunter beispielsweise ein Projekt von Sotronik in Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), mit dem ein energieeffizientes Monitoring-System für Nutztiere, basierend auf der Low Power Wide Area Network (LPWAN)-Technologie, entwickelt werden soll.
Auch die beiden ETHs, die Fachhochschule Nordwestschweiz und die Hochschule für Technik und Architektur Freiburg sind unter den Forschungspartnern. Das Unternehmen Filtex beispielsweise arbeitet an der Entwicklung eines Cloud-Dienstes für die Textilindustrie. Nutzer sollen ein Fenster fotografieren können und mittels Augmented-Reality-Technologien den passenden Vorhang darüberlegen. Im Webshop könne dann der massgeschneiderte Vorhang bestellt werden.
Weitere Projekte beschäftigen sich sich mit der Prävention von Drohnen-Kollisionen, einem digitalen Assistenten, der bei der Auswahl und Konfiguration von Business Intelligence-Services in der Cloud Hilfe bietet, oder damit, wie die Interaktion zwischen Mensch und Maschine verbessert werden kann.
Am meisten Geld für Ingenieurwissenschaften
Neben der ICT wurden insbesondere Projekte aus dem Bereich Ingenieurwissenschaften unterstützt. Die grösste Anzahl der bewilligten Projekte, die mit 24 Millionen Franken unterstützt wurden, stammt aus den Ingenieurwissenschaften. Dies ist laut Mitteilung darauf zurückzuführen, dass die Maschinen-, Elektro- und Metallbau-Industrie (MEM) mit ihren zahlreichen KMU zum exportstärksten Bereich der Schweiz gehören.
17 Millionen Franken flossen in 42 Projekte in den Mikro- und Nanotechnologien. In den Enabling Sciences wurden 22 Projekte mit sieben Millionen Franken unterstützt. Schliesslich flossen noch etwas über zwölf Millionen Franken in Projekte aus den Life Sciences. (kjo)

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