Kunden kritisieren Oracles Lizenzgebahren

7. Januar 2015, 11:25
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Schlecht kommunizierte Änderungen, schwierige Audits.

Schlecht kommunizierte Änderungen, schwierige Audits.
Die britische Organisation Campaign for Clear Licensing (CCL) kritisiert in einem offenen Brief, der eigentlich bei Lizenzerneuerungen und Audits helfen soll, erfülle diese Aufgabe nur sehr unbefriedigend.
Die britische Kundenorganisation, die sich nach eigenen Angaben für klare und faire Lizenzbestimmungen für die Käufer von Business-Software einsetzt, stützt ihre Krtik auf eine Umfrage im letzten November, in der weltweit rund hundert grosse Oracle-Kunden befragt wurden. Darin verneinten 88 Prozent der Befragten, dass Oracles Audit-Fragen klar und einfach zu handeln seien. 78 Prozent erklärten, dass LMS bei Audits sowie Vertragserneuerungen und -Verhandlungen keine grosse Hilfe gewesen seien. 92 Prozent waren unzufrieden mit der Kommunikation von Änderungen der Lizenzbestimmungen. Bei letzterem, so CCL, würden auch die unklaren internen Kompetenzaufteilungen beziehungsweise die "Silos" bei Oracle eine Rolle spielen. Wen soll man für Updates zu den Bedingungen kontaktieren, die Salesabteilung, LSM oder Vetragsspezialisten? Auch Oracle selbst wisse oft nicht, wer für entsprechende Anfragen zuständig sei.
Leider ist auf der Website der CCL nicht klar ersichtlich, wer hinter dieser Organisation steckt. Die CCL äussert aber auf jeden Fall Anliegen, die man von Oracle-Kunden teilweise schon seit Jahren und Jahrzehnten hört. Laut CCL hat Oracles Verhalten zu einem "tief verwurzelten Misstrauen" auf Seiten der Kernkundschaft geführt. Oracles Geschäftserfolg hat dies in den letzten Jahren aber wohl kaum Abbruch getan, unter anderem weil es für Kunden schwierig wäre, zu einem anderen Anbieter zu wechseln. Die CCL scheint nun zu hoffen, dass das von Oracle angestrebte Wachstum im Cloud-Business zu einem Umdenken führen könnte. Oracles Cloud-Umsatz sei zwar zuletzt stark gewachsen, mache aber trotzdem erst 5 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Die bisherige Lizenzpolitik könnte ein schwerer Bremsstein dabei sein, das Cloud-Business zu einem Hauptstandbein für Oracle zu machen, unkt die brtische Kundenorganisation. (Hans Jörg Maron)

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