Kurzarbeit: Führungskräfte erhalten nicht mehr Geld

7. Mai 2020, 09:56
image

Der Ständerat lehnt eine Motion ab, mit welcher der Nationalrat den Höchstbetrag für angestellte Kaderleute erhöhen wollte.

Angestellte Führungskräfte erhalten bei Kurzarbeit auch in Zukunft nicht die gleich hohe Entschädigung wie Selbstständige im Rahmen der Erwerbsersatzordnung. Der Ständerat hat eine Motion des Nationalrats mit dieser Forderung abgelehnt.
Die grosse Kammer wollte, dass dazu Berechtigte bis zu 5880 Franken statt nur 3320 Franken Kurzarbeitsentschädigung erhalten können. Nach Ansicht des Ständerats ist die bestehende Regelung für Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung nicht unbedingt nachteilig. Zudem würden Mehrkosten von rund 190 Millionen Franken pro Monat entstehen.
Der Zweck der Entschädigung sei es, die grundlegenden Lebensbedürfnisse einer Person zu decken und nichts weiter, erklärte Bundesrat Guy Parmelin die Position der Regierung, die die Ablehnung der Motion empfahl. Er erinnerte zudem daran, dass die Kurzarbeitsentschädigung bereits ausnahmsweise auf die betreffenden Führungspersonen ausgedehnt wurde.
Um Stellen zu retten, hat der Bundesrat derweil den Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung ausgeweitet. Inzwischen sind fast 2 Millionen Gesuche eingereicht worden.

Loading

Mehr zum Thema

image

Anti-Fake-News-Initiative ist vorerst vom Tisch

Mit einem Vorstoss sollten Betreiber in die Pflicht genommen werden, wenn auf ihren Onlineplattformen Falschinformationen verbreitet wurden. Zunächst sind aber Abklärungen nötig.

publiziert am 3.2.2023
image

Der Wandel im Beschaffungsrecht

Am 02. Februar 2023 ist das erste Event seiner Art – "E-Government im Fokus" – von inside-it.ch über die Bühne gegangen. Wir haben mit 4 Speakern diskutiert, die das Beschaffungswesen in- und auswendig kennen.

publiziert am 3.2.2023
image

Next Episode: Das neue Simap verzögert sich nochmals

Die Entwickler haben die "Komplexität analysiert" und sind zu einer neuen Schätzung gelangt. Dieses Jahr wird’s nichts mehr mit KISSimap.

publiziert am 3.2.2023
image

Vertragsauflösung in UK: Bei Atos könnten viele Stellen wegfallen

Ein auf potenziell 18 Jahre angelegter Vertrag zwischen der britischen Pensionskasse und dem IT-Dienstleister wurde nach 2 Jahren aufgelöst. Medien gehen von 1000 Stellen aus, die gefährdet sind.

publiziert am 3.2.2023