Kuscheln mit SAP

16. Februar 2012, 10:53
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SAP zieht Kunden früher und besser in die Weiterentwicklung ein und kommt damit gut an. Lizenzpreise zwei Mal an tiefen Eurokurs angepasst.

SAP zieht Kunden früher und besser in die Weiterentwicklung ein und kommt damit gut an. Lizenzpreise zweimal an tiefen Eurokurs angepasst.
SAP hat in den letzten neun Monaten die Lizenzpreise zwei Mal an den tiefen Kurs des Euro angepasst. Dies sagte SAP-Schweiz-Verkaufsleiter Stefan Sieber gestern an einer Medienveranstaltung, zu der die deutschprachige SAP-Anwendergruppe DSAG eingeladen hatte. SAP Schweiz verrechnet Lizenkosten, Wartung und Services in der Schweiz in Schweizer Franken, passt die Preisliste aber bei Bedarf quartalsweise an, so Sieber.
Software-Preise, Kosten für die Wartung und für Erneuerungsprojekte werden auch 2012 das zentrale Themen bei SAP-Anwendern sein. Wirtschaftlichkeit und die Reduktion der Komplexität seien 2011 im Fokus der SAP-Anwenderfirmen gestanden, sagte Christian Zumbach, der das Ressort Schweiz in der DSAG leitet.
Entspannte Tonlage
Dass DSAG Schweiz zusammen mit dem Hersteller zu einer Medienveranstaltung einlädt, deutet auf ein entspanntes Verhältnis zwischen dem Hersteller, den man bisher oft als arrogant empfunden hat, und seinen Kunden hin. In der Tat hat sich etwa SAP-Co-CEO Jim Hagemann Snabe letzten Herbst an der Kundenveranstaltung Sapphire in Madrid als guter Zuhörer und charmanter Gesprächspartner gezeigt.
Bei den Anwendern gut angekommen sind Initiativen von SAP, Kunden früher und besser in die Entwicklung der Software einzubeziehen. "Die Kommunikation mit SAP ist besser und Kundenwünsche werden in einer höheren Kadenz umgesetzt", so DSAG-Sprecher Thomas Kirchner.
Schweizer SAP-Kunden erstaunlich investitionsfreudig
Erstaunlicherweise scheinen die IT-Budgets von Schweizer SAP-Anwendern weiterhin zu steigen, wie aus den Antworten auf die Investitionsumfrage der DSAG hervorgeht. So steigen die geplanten IT-Budgets von 323 Mitgliedfirmen, die an der Umfrage teilnahmen, um 3,4 Prozent und in der Schweiz sogar um 5,6 Prozent. Über ein Drittel der Schweizer DSAG-Mitglieder wollen gemäss Umfrage mehr in die Walldorfer Systeme investieren
Vor allem die Schweizer SAP-Anwender wollen zuvorderst in die Verbesserung ihrer Prozesse investieren. 64 Prozent der Investitionen im SAP-Umfeld dafür verwendet werden.
Fast alle, nämlich 88 Prozent der Umfrageteilnehmer setzen unterdessen SAP ERP 6.0 ein. Das gute alte "untotbare" SAP R/3 scheint nun tatsächlich langsam aus der ERP-Landschaft zu verschwinden.
Zu beachten ist allerdings, dass man bei DSAG-Mitgliedern eine bestimmte SAP-Affinität vermuten kann und dass die Umfrage im November und Dezember bei CIOs durchgeführt wurde, so dass die Antworten manchmal eher den Wunsch ausdrückt als der Realtität entspricht. (Christoph Hugenschmidt)

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