Larry Page baut Google-Management um

8. April 2011, 13:59
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Kaum ist Google-Mitgründer Larry Page am vergangenen Montag als CEO an die Spitze des Konzerns zurückgekehrt, schraubt er an den Verantwortlichkeiten der Top-Manager herum.

Kaum ist Google-Mitgründer Larry Page am vergangenen Montag als CEO an die Spitze des Konzerns zurückgekehrt, schraubt er an den Verantwortlichkeiten der Top-Manager herum. Ziel sei es, den Managern mehr Befugnisse zu geben, sie mehr Risiken übernehmen zu lassen und ihnen damit eine höhere Autorität zu geben, zitiert die 'Los Angeles Times' Quellen aus dem Umfeld des Suchmaschinen-Primus. Page habe entschieden, Produkt- und Entwicklungsstrukturen künftig in einer Abteilung zu vereinen werden, welche jeweils ein Vice President leiten wird.
Abteilungsleiter in die Geschäftsleitung
So holt Page die Leiter der verschiedenen Sparten als Vice Presidents direkt in die Geschäftsleitung, um die Entscheidungswege zu vereinfachen und die Produktentwicklung zu beschleunigen. So soll laut der Zeitung etwa der Chefentwickler für Android, Andy Rubin, das gesamte Mobilgeschäft leiten, Sundar Pichai für Chrome zuständig und Salar Kamangar für YouTube verantwortlich sein. Das Suchmaschinengeschäft wird von Alan Eustace geführt und für das Werbegeschäft zeichnet Susan Wujcicki verantwortlich. Der Abteilung Social wiederum soll Vic Gunotra vorstehen. Alle sechs Vice Presidents berichten künftig direkt an Page.
Gegenüber der Zeitung bestätigte ein Google-Sprecher zwar, dass eine Reorganisation stattgefunden habe. Weitere Details wollte er allerdings nicht bekanntgeben. Vor dem Hintergrund, dass anfangs Woche der Produktchef Jonathan Rosenberg seinen Hut genommen hat, macht die Reorganisation aber durchaus Sinn. Rosenberg war nämlich Chef der meisten nun aufgestiegenen Abteilungsleiter.
Bonus mit Social-Media-Erfolg verknüpft
Eine weitere Neuerung, die Larry Page mit seinem Antritt als CEO eingeführt hat, betrifft die Bonus-Zahlungen für Mitarbeiter. Diese hat Page nämlich für dieses Jahr mit dem Erfolg der Social-Media-Strategie von Google verknüpft. 25 Prozent des gesamten Bonusbetrages sollen nämlich nur ausbezahlt werden, wenn der Konzern gegenüber Facebook deutliche Fortschritte verzeichnen kann. Dies betreffe alle Google-Angestellten, auch wenn sie nicht direkt im Social-Media-Umfeld arbeiteten, heisst es im internen Rundschreiben, das dem Magazin 'Business Insider' vorliegt. Die Mitarbeitenden fordert Page auf, die eigenen Produkte der Sparte auch mit ihren Familien und Freunden zu testen und Rückmeldungen an die Entwickler zu geben. (bt)

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