Laut Studie sind Digital Natives in Firmen ein IT-Security-Problem

10. Juli 2018, 14:13
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Eine aktuelle Studie von Centrify geht der Frage nach, ob Digital Natives aufgrund ihres Umgangs mit digitalen Technologien und sozialen Medien ein grösseres IT-Sicherheitsrisiko darstellen als ihre älteren Arbeitskollegen.

Eine aktuelle Studie von Centrify geht der Frage nach, ob Digital Natives aufgrund ihres Umgangs mit digitalen Technologien und sozialen Medien ein grösseres IT-Sicherheitsrisiko darstellen als ihre älteren Arbeitskollegen. Der Titel der Pressemitteilung des IAM-Spezialisten ist zugleich das Resultat der Umfrage in Kurzform: "Junge Generation von Arbeitskräften setzt Unternehmen dem Risiko von Sicherheitsverletzungen aus", schreibt Centrify.
Für die Studie hat Censuswide im Auftrag des kalifornischen Unternehmens im Juni 2018 parallel 500 Büroangestellte zwischen 18 und 24 Jahren sowie 250 leitende Führungskräfte befragt. Die Umfrage wurde in Deutschland durchgeführt.
Einer von Vier befolgt Anweisungen nicht
42 Prozent der befragten Manager sorgen sich, dass die jüngere Arbeitnehmergeneration Social-Media-Posts teilt, die dem Ruf des Unternehmens schaden könnten. Jeweils rund 40 Prozent fürchten Datenschutz- und Vertraulichkeitsverstösse und noch über ein Drittel mutmassen, dass sich die Digital Natives nicht an die Sicherheitsrichtlinien der Firma halten.
Die Sorgen scheinen sich aus der Erfahrung zu speisen: Mehr als ein Viertel der befragten jungen Angestellten gab an, dass sie die Sicherheitsrichtlinien gelegentlich oder gar nie befolgen würden. 28 Prozent nutzen vom Unternehmen zur Verfügung gestellte Computer, Laptops und Handys für Computerspiele, acht Prozent installieren nicht autorisierte Anwendungen und zwölf Prozent nutzen die Geräte, um Apps mit Kollegen zu teilen.
Firmen unternehmen wenig gegen die Gefahren
Doch die Firmen scheinen wenig dagegen zu tun. So konnten 43 Prozent der befragten Mitarbeiter unbeschränkt auf alle Dateien im Unternehmensnetzwerk zugreifen. Und auch beim Dauerbrenner Passwörter sieht es nicht sehr gut aus, obwohl dies für mehr als die Hälfte der befragten Manager ein grosser Sorgenfaktor ist. Ein Drittel der Mitarbeiter gab an, dass sie selber ihr Passwort erstellen und beliebig oft ändern durften. 15 Prozent verwenden den Angaben nach dasselbe Passwort auf ihren Arbeits- und persönlichen Geräten und 16 Prozent haben ihr Passwort seit über einem Jahr nicht aktualisiert. Zugleich teilen 15 Prozent der Digital Natives ihre Passwörter mit Kollegen.
Zudem erklärtem 15 Prozent der jungen Angestellten, schon einmal verdächtige Links oder E-Mails geöffnet zu haben und jeder siebte hat sich schon auf riskanten Websites eingeloggt.
Wenn es dann tatsächlich zu Problemen kommt, wollen die Hälfte der Digital Natives selber versuchen, diese in den Griff zu bekommen. (ts)

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