Lehrplan 21: ICTswitzerland fordert mehr Verbindlichkeit

2. September 2013, 09:22
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ICTswitzerland fordert neuen erweiterten Fachbereich "Natur, Information, Mensch und Gesellschaft", der den gleichen zeitlichen Umfang haben soll wie der Bereich "Natur und Technik".

ICTswitzerland fordert neuen erweiterten Fachbereich "Natur, Information, Mensch und Gesellschaft", der den gleichen zeitlichen Umfang haben soll wie der Bereich "Natur und Technik".
ICTswitzerland fordert schon seit längerem eine stärkere Verankerung des Informatik-Unterrichts. Insbesondere während der jetzt laufenden Vernehmlassung für den Lehrplan 21 macht der ICT-Dachverband Druck in der Politik - mit Erfolg, wie sich nun zeigt. Wie die 'NZZ am Sonntag' gestern berichtete, haben sich Fachleute von Hochschulen, der Lehrerbildung und der IT-Branche auf eine gemeinsame Haltung zur Ausgestaltung des Informatikunterrichts geeinigt.
Die Meinungen zum Lehrplan21-Entwurf "ICT und Medien" gingen bislang auseinander: Die einen wollten vor allem Anwenderkompetenzen schulen, während andere Programmierunterricht forderten. ICTswitzerland schlage nun vor, den Fachbereich "Natur, Mensch, Gesellschaft" um den Aspekt Information zu ergänzen, der Informatik, Anwenderkompetenz und Medienbildung umfasst. Der Dachverband bestätigt heute in einer Medienmitteilung, dass man ein erweitertes Fach "Natur, Information, Mensch und Gesellschaft" (NIMG) fordere. Damit soll der Fachbereich "ICT, Medien und Informatik" gleichbedeutend dem Bereich "Natur und Technik" im Lehrplan 21 verankert werden. ICTswitzerland fordert für die Schulen "ein konkretes Gefäss, um notwendige Kompetenzen verantwortungsvoll zu vermitteln."
ICTswitzerland hat nun ein Positionspapier veröffentlicht. Diese Dokumente seien durch eine interdisziplinär zusammengesetzte Arbeitsgruppe ausgearbeitet worden, in der Erfahrung aus der bisherigen Lehrplanarbeit sowie Expertise aus den Bereichen Medienbildung und Informatik eingeflossen seien.
D-EDK begrüsst Positionspapier
Bei der Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz (D-EDK) kommt das Positionspapier gut an, schreibt die 'NZZ am Sonntag'. Sie habe ohnehin eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die das Thema vertieft behandelt. In dieser Arbeitsgruppe sitzen auch Vertreter von ICTswitzerland und der Präsident des Lehrerverbandes Schweiz, Beat Zemp. Er begrüsse den Vorschlag des Dachverbandes, "weil damit Informatik an ein bestehendes Fach angegliedert werden kann", so Zemp in der Zeitung. D-EDK-Präsident Christian Amsler sagte, es gehe unter anderem um die Frage, ob es eigene Zeitgefässe für Informatik und Medien braucht oder wie die Themen in andere Fachbereiche integriert werden. (mim)

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