Leider Nein

9. März 2012, 16:45
  • kolumne
  • e-health
  • leider nein
image

Und hier noch unsere Freitagabend-Nachricht.

"Die Prophezeiungen der Inka, der Hopi der Maya u.v.m., sprechen von einem Bewusstseinssprung, den wir Menschen in dem Zeitraum um das Jahr 2012 nehmen werden und den ganzen Planeten in ein goldenes Zeitalter der Fülle und des Friedens führen wird. ... Die Anfangsphase des taripay pacha soll von 1993 bis zum Auftauchen der fünften Ebene des Bewusstseins, einer Gruppe von zwölf Heilern/Priestern mit ausserordentlichen heilerischen Kräften, andauern." Und wie Inka Online und wir nähern uns der Grenze des taripay pacha. Jetzt kommen dann die elf Priester (einer ist gestorben.)
Und weil die Heiler bald kommen, brauchen wir E-Health, doch die, respektive die Akteure des E-Health (die Heiler?) sind leider selber krank: "Der Begriff eHealth hat sich etabliert, bei allen befragten Akteuren wurde jedoch im Jahr 2011 eine anwachsende Stagnation wahrgenommen" heisst es in der Ankündigung des 'Swiss eHealth Barometer 2012'. Während wir uns fragten, ob man eine "anwachsende Stagnation" allenfalls durch Bestrahlung heilen könne, lasen wir weiter und bekamen Angst: "Spitäler sind wichtige Treiber".
Wen die Spitäler wohin treiben, blieb uns verborgen, doch wir wissen, dass es andere allenfalls in Spitälern treiben. Allerdings nicht in Luzern und auch nicht Emmen, Bern, St. Gallen, Rorschach und überhaupt nicht rings um den Bodensee - diesem Ü-70-Mallorca -, wie ein Blick auf die Webseite Wheredidyouwearit von 'Planned Parenthood' aufzeigt. Die Angaben auf der Webseite müssen stimmen, denn sie wird von den Treibenden, respektive deren partiellen Hüllen, mit Informationen gefüttert: "Kondom postet Ort des Vergnügens" behauptete die Nachrichtenagentur pte unlängst. Die Kondome haben so einiges zu erzählen, schreibt sie, die auch eine PR-Schleuder ist, weiter: "A 20 something guy and a girl whose relationship is non-existent and have already talked about safer sex and STDs used a condom at a party because no one wants an STD. It was great– can’t wait for round 2," hat offenbar ein postendes Kondom in Thun Nähe Bahnhof geschrieben.
Wir verstehen zwar nicht so recht, was uns der Thuner Pariser genau sagen will, können aber mit Sicherheit sagen, dass wir so ein postendes Kondom lieber gar nicht kennenlernen möchten, denn es kann gemäss Presseagentur auch twittern. Und das wär dann doch etwas zu viel des Kommunikativen, denn: "E-Mail und Surfen machen wahnsinnig," deckte ebenfalls pte letzte Woche knallhart auf. Wir wissen zwar nicht, ob "Digital-Therepeutin Anitra Eggler" das Phänomen der postenden Kondome schon kennt, doch wo sie recht hat, hat sie recht: "Wir müssen wieder mehr miteinander reden - in der Fleischwelt..."
Das wiederum erschreckt den Schreibenden fast noch mehr als postende Gummis, treibende Spitäler und wachsende Stagnationen. Gut, dass bald die Heiler kommen! (Christoph Hugenschmidt)

Loading

Mehr zum Thema

image

Prantl behauptet: Der Fachkräftenotstand und die "Rache der Büezer"

Heute habe IT-Fachkräfte die längeren Spiesse, sagt unser Kolumnist, nicht mehr ihre Arbeitgeber.

publiziert am 26.9.2022
image

EPFL startet "Future of Health Grant"-Programm

10 Startups sollen gefördert werden und am EPFL Innovation Park soll ein Ökosystem für digitale Gesundheit entstehen.

publiziert am 26.9.2022
image

IT-Woche: Zum Leben zu wenig…

Es geht nicht nur im Gesundheitswesen um Leben und Tod, sondern auch in der IT.

publiziert am 23.9.2022 1
image

Vor 14 Jahren: Erstes Android-Smartphone kommt auf den Markt

"HTC Dream" respektive "G1" setzte als erstes kommerzielles Gerät auf das Betriebssystem Android. Bei den damaligen Testern rief es "Entzücken" hervor.

publiziert am 23.9.2022