Leider Nein (Folge mit der grossen Zahl)

16. April 2010, 16:39
  • kolumne
  • insideit
  • channel
  • datenbank
  • leider nein
image

Und hier noch unsere Freitagabend-Nachricht.

Wir sagen: 20'000!
Sie sagen: Was?
Wir sagen: Artikel!
Sie sagen: Hä? Warum? Was?
Wir sagen: Wir haben seit dem 1. Oktober 2004 20'000 Artikel geschrieben und veröffentlicht.
Sie sagen: Das kann nicht sein. Das gibt's ja gar nicht. Nicht mal die Huronen sind solche Spinner und veröffentlichen in fünfeinhalb Jahren 20'000 Artikel.
Wir sagen: Dochdoch. Schauen Sie auf den Screenshot, da links oben. Der kommt von unserem Interface zur Webapplikation. Da sieht man die Artikel-id 21'000. Und weil die ProgrammiererIn bei Netcetera, damals im Sommer 2004 uns einen guten Start wünschte und nicht wollte, dass wir bei Null anfangen, begann die DB bei 1000 zu zählen. Und jetzt sind wir bei 21'000 und haben also bis heute 20'000 Artikel recherchiert, geschrieben und veröffentlicht.
Sie sagen: Ihr spinnt doch alle!
Wir sagen: Stimmt. Wenn wir davon ausgehen, dass unsere Artikel im Schnitt 1'813 Zeichen (inkl. Leerschläge) haben, dann haben wir seit dem Launch unserer zwei Sites also 36'260'000 Zeichen veröffentlicht. Geht man davon aus, dass wir etwa alle 2'189 Zeichen einen Fehler im Text haben (Anfangs waren es mehr...), dann haben wir immerhin mehr als 16'000 Fähler produziert. Das reicht für mindestens 1'200 Kommafehler und gut 3'000 Probleme mit der Gross-Kleinschreibung.
Sie sagen: Wer will denn das alles lesen? Ihr seid ja wahre Produktivitätsvernichter! Rechnet man mit durchschnittlich 3000 LeserInnen pro Artikel, die 1'000 Zeichen in durchschnittlich einer Minute schaffen, so habt Ihr die Branche total 1'800'000 Arbeitsstunden gekostet. Dazu kommen dann noch 600'000 Stunden, die in der Branche damit verbracht wurden, über Eure Artikel zu klatschen, sich darüber aufzuregen, Klagen zu erwägen, Kommentare zu schreiben, die Artikel weiterzusenden, in Intranets abzuspeichern, den Kopf zu schütteln und tztztz zu sagen. Da wir eine teure Branche sind, muss man mit einem Stundenansatz von 50 Franken rechnen. Damit wäre also nachgewiesen, dass ihr mit eurer idiotischen und krankhaften Schreibwut die Schweizer IT-Branche bis jetzt 120 Millionen Franken gekostet habt. Welch ein Produktivitätsverlust für die Schweizer Wirtschaft. Hört auf!
Wir sagen: Die Rechnung ist völlig falsch. Denn man muss auch berücksichtigen, was wir alles NICHT schreiben. Zum Beispiel haben wir die Branche vor dieser Meldung verschont: 'Briten machen Facebook für Syphilis-Anstieg verantwortlich.' Da die meisten unserer über 35'000 LeserInnen diesen Mist hätten lesen wollen, haben wir alleine durch ein einziges "Leider Nein" die Produktivität der Schweizer IT-Szene um 50'000 Franken (2'000 Zeichen, gleich 2 Minuten mal 30'000 = 1000 Stunden = 50'000 Franken) gesteigert. Und wir sagen jeden Tag ganz oft "Leider Nein".
Sie sagen: Aufhören! Es reicht! Ruhe!
Wir sagen: Okok. Wir sind ja schon ruhig. Aber wir kommen wieder. 20'000 sind erst der Anfang. (Christoph Hugenschmidt)

Loading

Mehr zum Thema

image

DXC hofft auf Turnaround im kommenden Jahr

Der Umsatz des IT-Dienstleisters ist im abgelaufenen Quartal erheblich geschrumpft. Im nächsten Geschäftsjahr soll es aber wieder aufwärts gehen, sagt der CEO.

publiziert am 2.2.2023
image

10?! Sabrina Storck, COO SAP Schweiz

Die Chief Operating Officer von SAP Schweiz erklärt, wie sich ihre Rolle als "Innenministerin" des Unternehmens wandelt und was es mit der Halbwertszeit von Ferienfotos auf sich hat.

publiziert am 2.2.2023
image

Rapid7 prüft offenbar einen Verkauf

Der Security-Anbieter erwägt laut Medienberichten Optionen für einen Verkauf. Dabei soll auch eine Übernahme durch Private-Equity-Investoren infrage kommen.

publiziert am 2.2.2023
image

Due Diligence: Hydromea

In dieser Kolumne schreibt Ramon Forster regelmässig über Schweizer Tech-Startups. Heute unter der Lupe: Hydromea aus Renens (VD).

publiziert am 2.2.2023