Leider Nein (henkilöstöön)

16. Januar 2015, 16:33
  • kolumne
  • leider nein
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Und hier noch unsere Freitagabend-Nachricht.

Und? Wie fühlt sich 2015 an? Also mal abgesehen von der Sache mit dem Euro und noch schlimmerem. Merken Sie schon etwas? Sie auch nicht? Genau! Regnen und Winden konnte 2014 schon recht gut und überhaupt ein Wetter machen, dass man schon fast glaubt, die Kids, die sich in der Kita gegenseitig zuflüstern, wie läppisch sich die Alten mit ihren Lügenmärchen von früher, als im Januar die Temperatur wochenlang nicht über minus 10 hinausgekommen sei und die Strassen von gefrorenen Schneewällen gesäumt waren, aufplusterten und glaubten, irgendein Kid würde ihre Wetter-Märchen glauben, die sie nur erzählen, um sich als harte Kerle hinzustellen, hätten recht.
Auch die Ballung von ungeheuer wichtigen Veranstaltungen an Mittwochen und Donnerstagen, die wir unbedingt zu besuchen hätten, hat 2014 schon ganz gut funktioniert – dafür hätten wir kein neues Jahr gebraucht. Und schon letztes und vorletztes und vorvorletztes Jahr wunderten wir uns, wann Manager "auf C-Niveau" eigentlich managen, weil sie ja dauernd an Events in Interlaken und so andere Manager "mit C-Status" treffen und Vorträge von wahnsinnig wichtigen und originellen Leaders anhören und danach mit den anderen "C"s networken müssen.
Und dann die News! Hey 2015 – hast du nichts Besseres zu bieten als die umwerfende Nachricht, dass "Regierungschef-Stellvertreter Thomas Zwiefelhofer auf Einladung der Direktion der Polizeischule Ostschweiz" ebendiese Polizeischule besucht hat und dabei unter anderem "Vorführungen der Diensthundegruppe" genossen hat? Da wurde nicht mal jemand von einem oder mehreren Mitgliedern der "Diensthundegruppe" gebissen und du glaubst im Ernst, dummes 2015, irgendjemand würde die Story bringen? Und was, liebes 2015, sollen wir damit anfangen: "Tieto jatkaa palvelujen ja osaamisen uudistamista ? vaikutuksia myös henkilöstöön". Bitte nicht übersetzen, liebe finnischsprachige LeserInnen, denn wir wollen gar nicht wisssen, was "henkilöstöön" heisst.
Da hatte 2014 doch noch ganz andere Kaliber zu bieten. Zum Beispiel die Story mit den untoten Käfern Indonesiens. Von denen gibts viel mehr, als man denkt, denn "viele der Käfer gleichen sich, doch ihr Erbgut offenbart: Auf den indonesischen Inseln krabbeln weit mehr Rüsselkäferarten herum als bisher bekannt." Doch sie sind nicht nur viele, sondern auch fast unsterblich: "Diese Käferarten sind flugunfähig und meistens bleiben sie für Jahrmillionen, wo sie sind", erklärt uns die Insektenkundlerin Yayuk Suhardjono, erklärt uns unsere Lieblingsagentur pte. Das, liebes 2015, sind sensationelle News und das da ist eine knallharte politische Ansage: "Kinder sind seit Jahren die Versuchsobjekte der Gender-Theorie." Wer nur ein µ Fantasie hat, sieht vor dem inneren Auge die Szene, in der die Theorie in einem befleckten Laborschurz blutrünstig in den Laborkeller zu den verschmierten Kinderkäfigen schlurft, ein Kind brutal aus dem Käfig reisst und dann ... Dass niemand diesem brutalen Treiben ein Ende setzt, ist ein Skandal. Aber eben: "Das wird von deren Befürwortern sorgsam vernebelt."
Hey 2015! Streng dich ein bisschen an. (Christoph Hugenschmidt)

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