Leider Nein (heute mit heissem Gerücht)

12. November 2010, 16:58
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Und hier noch unsere Freitagabend-Nachricht.

Gleich zwei Stadträte - schön konkordant einer von der FDP und eine von der SP, einer für Finanzen, Wirtschaftsförderung und ausgeprägtes stadtzürcherisch-exekutives Selbstbewusstsein und eine für den Ausgleich und den Zugang zum Segen des Internets für alle - konnte man letzte Woche am Launch-Event für den Ideenwettbewerb für eZürich im Technopark Zürich (wo sonst?) kennenlernen. Als Ergänzung zur Regierung der grössten, schönsten, reichsten und ICTigsten Stadt der Schweiz gab es eine aussergewöhnliche Mischung von Managern von US-Grosskonzernen (EMC-Jacques, Microsoft-Peter u.v.m.), Politikern (Fast-Fast-Bundesrat Noser u.v.m.), CIOs (immerhin war UBS-Arns Sprecher da), Vertretern heisser Startups (Doodle-Mike u.v.m.), mindestens einem Uniprofessor (Bernstein) und der Presse (inside-it-Hugi).
Momoll - der eZürich-Launch-Event hat unsere Erwartungen übertroffen: Man sprach miteinander und das sogar über das Thema ("was wollen wir von Zürich in Sachen ICT-Förderung?"), lernte Leute kennen, fand neue, bisher unbekannte Bierquellen im Technopark und lauschte dem lauschigen Walliser Dialekt des Stadtzürcher CIOs Heinzmann.
Eben dieser war am zweiten wichtigen Anlass der letzten Tage, dem Berner CNO-Panel in seiner bereits 10. Ausgabe, zwar nicht physisch, dafür aber umso mehr als Thema präsent. Heinzmann wird nämlich neuer Chef des BIT und damit Nachfolger des nicht und dann doch gegangenen Marius Redli, wie gewöhnlich gut informierte Kreise dem Schreibenden ins Ohr flüsterten. Die Kreise wussten übrigens auch, dass ein anderer Walliser Heinzmanns Karrieresprung von der OIZ zum BIT allenfalls noch verhindern könnte: Philippe Hatt, CIO des Kantons Wallis und ehemaliger Ausbildungschef des BIT. Heinzmann habe den Vorteil, dass er mit der Sanierung der OIZ, die früher nicht den besten Ruf hatte, seine Fähigkeit als Restrukturierer bewiesen habe, während Hatt BIT-Erfahrung und -Connections in die Waagschale werfen könne, sagten mir die Kreise.
Doch nicht nur Kreise sprachen am CNO Panel, sondern auch ganz viele Professoren und sonstige gescheite Leute. ETH-Ökonom Schips bewies zum Beispiel, dass meine künftige Pension subito gekürzt werden muss, was mich ebenso betrübte wie die Erkenntnis von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Norbert Thom, dass die Entwicklung von Firmen immer nur aus Krisen besteht. Doch mit SwissSign-Chef Adrian Humbel stellte ein Manager all die Professoren und gescheiten Berater in den Schatten, denn er erfand mit "Killer Trend" ein schönes neues Wort. Der Begriff "Killer Trend" fiel mir im Zusammenhang mit der Bemerkung, dass "immer gescheitere Leute gleich viel zustande bringen, wie früher die Dümmeren" (Veranstalter Pascal Sieber) wieder ein, als ich spätnachts am Ausgang des Berner Kulturkasinos "leider nein" murmelnd an einer netten Dame vorbeihuschte, die versuchte, mir die schon 10. (!) Ausgabe (!) des CNO-Panel-Buchs (!) aufzudrängen. (Christoph Hugenschmidt)

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