Leider Nein (heute mit Katzen)

4. Februar 2011, 16:48
  • kolumne
  • leider nein
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Und hier noch unsere Freitagabend-Nachricht.

Fragen Sie sich manchmal, ob es uns nicht auch schon mal langweilig geworden ist, jahraus jahrein, Tag für Tag, über Informatik, Technologie und Wirtschaft zu schreiben? Es ist - aber wir lassen es uns nicht anmerken. Denn in Wirklichkeit würden wir viel lieber über interessantere Aspekte des Lebens schreiben. Sex zum Beispiel oder Krankheiten oder herzige Tierli.
Ganz toll wäre es, wenn wir die Themen kombinieren dürften, etwa mit einer Successstory zum topmodernen KST-2010, einem Produkt, das "Technik von morgen schon heute" bringt, wie uns Joachim Galler von der Modern Media & Technologies Galler GmbH via Pressetext wissen liess. So ein KST-2010 kann man für, respektive gegen fast alles brauchen: Muskelschmerzen, Knochendefizit, Krankheiten der Herzmuskeln, Lungen- und Atemwegserkrankungen, Migräne, Asthma, Diabetes, Osteoporose, Sehnenscheidenentzündungen, Bandscheibenprobleme, Muskelverspannungen und Knochenbrüche. Ausserdem steht das KST-2010 nicht auf der Dopingliste und kann auch im Flugzeug eingesetzt werden.
Man muss sich schon fragen, warum die Menschheit nicht früher drauf gekommen ist, das KST-2010 zu entwickeln, denn man weiss ja eigentlich seit vielen tausend Jahren, dass: "Die Katze schnurrt, um für die tägliche Jagd fit zu bleiben. - Schnurrende Katzen bekommen keine Arthrosen." Trotzdem musste die Menschheit bis jetzt warten, bis Dr. Fritz Florian (nein - wir machen keine Namenswitze) der Durchbruch gelang, denn: "Mit dem Katzenschnurr-Therapiegerät KST-2010 ist es möglich, diese (die Vielfalt des Katzenfrequenzspektrums - die Red.) eine einfache Weise zu Nutzen."
Nun müssen wir natürlich hoffen, dass Modern Media & Technologies Galler GmbH
Auch eine schöne Abwechslung von der immergleichen Informatik wäre es, wenn wir über Nahrungsmittel schreiben dürften. Zum Beispiel würden wir für die Exklusiv-Story "Der grosse inside-food.ch-Salami-Test" doch glatt Freizeit in die Recherchen investieren. Wobei: Auch Salami ist nicht mehr, was sie einmal war. So teilte uns die Migros heute mit: "Beim Produkt 'Bio italienische Salami' mit der Artikel-Nr. 2323.001.851.00 wurde ein Fremdgeruch festgestellt, dessen Ursache noch unklar ist." Würden Sie etwa gerne in Italien nach dem "Fremdgeruch" der Salami-Nummer 2323.001.851.00 recherchieren wollen?
Da bleiben wir doch lieber bei Technologie, Business und IT, oder? (Christoph Hugenschmidt)

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