Lenovo führt 5 branchen­spezifische KI-Pakete ein

14. Juni 2021, 13:16
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Gemeinsam mit Software-Herstellern sollen sofort einsatzbereite KI-Lösungen entstehen.

Lenovo will insbesondere in den Branchen Fertigung, Gesundheitswesen, Einzelhandel und Finanzdienstleistungen für schnelle KI-Einführung sorgen. Dafür sind jetzt laut einer Mitteilung 5 sofort einsatzbereite KI-Lösungen lanciert worden. So wolle man "die Hürden für die Bereitstellung und den Einsatz durch praktische Angebote" abbauen, heisst es in einer Mitteilung.
Gemäss der Lenovo Infrastructure Solutions Group (ISG) seien die neuen Angebote möglich geworden durch den Ausbau des Partner-Ökosystems mit unabhängigen Softwareherstellern (ISV). Zudem sei die Zusammenarbeit mit Intel und Nvidia für die eigenen KI-fähigen Server und Storage-Lösungen vertieft worden.
Zu den ISV zählt Everseen, mit deren Technologie man "visuelle KI-Lösungen" für den Einzelhandel anbietet. Versprochen werden damit beispielsweise Verbesserungen beim Schutz vor Ladendiebstahl und das Identifizieren von Scanfehlern in Echtzeit.
Zudem gebe es neu eine sogenannte "MLOps-Lösung" (Machine Learning). Dabei laufe auf den eigenen KI-fähigen Servern die cnvrg.io-Plattform, um ML-Workloads zu erstellen, verfügbar zu machen und zu verwalten. "Dies vereinfacht und strafft alle Phasen der End-to-End-Entwicklung mit Machine-Learning-Datenströmen", wird mitgeteilt. Kurz gesagt sollen sich so ML-Modelle einfach und schnell produktionsreif machen lassen.
Weiter hat Lenovo mit SAS eine "Analytics-Lösung für die Edge" vorgestellt. Auf solch einer Edge KI-Plattformen könne man "gestreamte Daten analysieren, verborgene Erkenntnisse mit Hilfe von KI aufdecken und bessere Entscheidungen in Echtzeit treffen", wird versprochen. Unter anderem soll sich so verhindern lassen, dass "Daten ungenutzt veralten und darin enthaltene Mehrwerte verloren gehen".
Hinzugekommen ist ausserdem von Netapp ein "Datenmanagement von der Edge bis zum Core". Damit unterstütze man "KI-Workloads am Edge oder im Core-Rechenzentrum dank integrierter, intuitiver Datenmanagement-Tools", heisst es. Das umfasse neben anderem auch Storage-Referenzarchitekturen und KI-Trainings-Lösungen für Unternehmen jeder Grösse.
Schliesslich verweist Lenovo noch auf seine Kooperation mit Addfor. Hierbei gehe es um die Entwicklung einer KI-Lösung, um Covid-19-Sicherheitsprotokolle zu verfolgen. Das Unternehmen habe eine CrowdHedge genannte Anwendung vorgelegt, die auf Lenovo ThinkSystem SE350 Edge-Servern basiere und eine Schnittstelle zu vernetzten Videosystemen schaffe. Man nutze KI-Drohnenaufnahmen, "um aus Daten Erkenntnisse über Aussenbereiche des öffentlichen Lebens wie beispielsweise aus Stadtparks zu gewinnen", wird erklärt. Dabei konzentriert man sich auf die Beobachtung von Fussgängern und der Grösse von Menschenmengen, um die Einhaltung der Covid-19-Richtlinien kontrollieren zu können. Ein Pilotprojekt sei in Turin aufgegleist worden.
Sein KI-Engagement erklärt Lenovo nicht nur mit der Erfahrung bei der Implementierung von KI-Lösungen mit Unternehmen und unabhängigen Softwareherstellern. Vielmehr unterstütze man über seine eigenen globalen KI-Innovationszentren sowie durch die Kooperation mit Intel Universitäten auf der ganzen Welt. Deren Forschungen "tragen dazu bei, KI-Lösungen zu entwickeln, die von einer Vielzahl von Unternehmen einfach genutzt und eingesetzt werden können", hält Lenovo fest.

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