Lenovo: "Händler müssen eigene Services entwickeln"

7. Oktober 2016, 13:04
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Wir haben die Präsenz des Lenovo-Managements am Canalys Channels Forum in Barcelona genutzt, um Stefan Engel einige Fragen zu stellen.

Wir haben die Präsenz des Lenovo-Managements am Canalys Channels Forum in Barcelona genutzt, um Stefan Engel einige Fragen zu stellen. Engel ist als General Manager für die DACH-Region verantwortlich.
Alistair Edwards von Canalys hat es heute sehr deutlich gesagt: Reseller, die Produkte verkaufen, sind erledigt. Wie hilft Lenovo den Resellern zu überleben?
Stefan Engel: Wir liefern dem Channel unsere Produkte und ermöglichen ihm, seinen Value Add zu erarbeiten. Ich glaube, man muss die Aussage von Edwards erweitern. Nicht nur ein Händler, der nur Produkte verkauft, wird untergehen. Sondern auch einer, der nur Services von Dritten verkauft, wird untergehen. Ein guter Händler kennt seinen Kunden und versteht, welche Bedürfnisse dieser hat.
Das heisst, von Lenovo sind auch in Zukunft ausschliesslich Produkte zu erwarten?
Stefan Engel: Im Wesentlichen ja. Es gibt vielleicht kleine Services rund um das Produkt herum von uns. Zum Beispiel After Sales Services oder das eine oder andere Tool. Wir bieten auch Customized Images an. Alle unsere Services sind sehr Hardware-nahe.
Was halten Sie von Workplace-as-a-Service?
Stefan Engel: Heute Morgen wurde in den Keynotes ja gesagt, dass Cloud-Dienste höhere Kosten verursachen, als wenn man Produkte kauft. Aber es ist klar, dass es grosse Vorteile für die Kunden gibt. Er muss letztlich selbst entscheiden, ob Workplace-as-a-Service für ihn ein gutes Modell ist, oder nicht. Wir haben Partner, die für grosse Unternehmen solche Modelle ausrollen. Wir haben Partner, die die Hardware bei uns kaufen oder leasen und dem Endkunden Workplace-as-a-Service anbieten.
Oder ein Disti bietet Workplace-as-a-Service seinen Resellern an. Also will das ja machen.
Stefan Engel: Ich schliesse ein solches Modell nicht aus. Aber bisher hatten wir einen solchen Fall noch nicht.
Der Split von HP hätte für Lenovo ja eigentlich eine goldene Chance sein müssen. Trotzdem sind Apple und HP weiterhin dominant in der Schweiz. Warum?
Stefan Engel: Die Schweiz ist einerseits eine Apple-Hochburg. Schweizer kaufen halt gerne hochwertige Produkte zu einem höheren Preis. Apple hat das Image in der Schweiz als hochwertig. In anderen Ländern ist das anders. In Deutschland hat Lenovo eher das Image als hochwertig. Aber man muss auch sagen: HP Schweiz hat ein starkes Team. Aber wir bleiben dran, haben Marktanteile gewonnen und haben den Abstand verringert. (Gespräch: Christoph Hugenschmidt)
Cloud, Alles als Service, Direct: Wer überlebt den Wandel? Der Schweizer Channel trifft sich am Inside Channels Forum

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