Lenovo macht Gewinn dank Immobilienverkauf

19. August 2016, 13:41
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Der weltgrösste PC-Hersteller Lenovo braucht nach eigener Einschätzung noch rund ein Jahr Zeit, um die Verluste im Smartphone-Geschäft zu stoppen.

Der weltgrösste PC-Hersteller Lenovo braucht nach eigener Einschätzung noch rund ein Jahr Zeit, um die Verluste im Smartphone-Geschäft zu stoppen. Lenovo hatte bereits 2014 Google den traditionsreichen Handy-Hersteller Motorola abgekauft, um im damals boomenden Smartphone-Markt aufzuholen. Doch die Integration gestaltete sich schwierig und Lenovo wurde zuletzt von anderen chinesischen Anbietern überholt.
Im vergangenen Quartal setzte Lenovo mit 10,06 Milliarden Dollar sechs Prozent weniger um als im Vorjahreszeitraum. Der Konzern verdiente zwar deutlich mehr, hauptsächlich aber wegen einem Immobilienverkauf. Der operative Gewinn sprang von 96 auf 245 Millionen Dollar, davon stammten aber rund 120 Millionen aus einem Gebäudeverkauf in Peking, wie das 'Wall Street Journal' unter Berufung auf Finanzchef Wong Wai Ming berichtet. Der Reingewinn stieg im Jahresvergleich um 64 Prozent auf 172 Millionen Dollar.
Verlust in Europa
In der EMEA-Region verdient Lenovo rund ein Viertel seines Geldes. Hier sind aber die PC-Verkäufe um sieben Prozent zurück gegangen. Lenovos Marktanteil in der Region sank leicht auf unter 20 Prozent. Das Smartphone-Geschäft sei vor allem in Osteuropa gut gelaufen und habe sich besser entwickelt als der Gesamtmarkt. Insgesamt jedoch erzielte der Konzern in der EMEA-Region einen Verlust von 49 Millionen Dollar.
Weltweit erzielte die Handysparte einen Umsatz von 1,7 Milliarden Dollar. Daraus resultierte aber ein Vorsteuerverlust von 206 Millionen Dollar. Insgesamt hat Lenovo Smartphone-Marktanteile verloren. Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Gerät sei aber im gleichen Zeitraum gewachsen. Der Konzern will sich im Smartphone-Bereich auf das höhere Preissegment fokussieren.
Schrumpfendes PC-Business
Die Erlöse im PC-Geschäft sind im Jahresvergleich um sieben Prozent auf sieben Milliarden Dollar zurückgegangen. Der Bereich verdiente aber mit 370 Millionen Dollar operativ 2,4 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Generell hätte sich das PC-Geschäft insbesondere in den westlichen Ländern besser entwickelt, als erwartet, heisst es in einer Medienmitteilung.
Die Data Center Group trägt elf Prozent zum Umsatz bei und in China verbuche man "gesundes Umsatzwachstum". Ausserhalb von China sei man noch daran, das Geschäft zu verbessern. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um ein Prozent auf knapp über eine Milliarde Dollar. In China betrug das Wachstum 14 Prozent. (kjo/sda)

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