Lenovo Schweiz: "bald", rot, preis- und margenkämpferisch

6. Mai 2005, 16:45
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Lenovo Schweiz existiert zwar noch nicht, doch die ersten Konturen der künftigen Nr. 3 im PC-Weltmarkt schälen sich heraus.

Rot-schwarz, klassische Typo: So sieht das Erscheinungsbild der künftigen Lenovo aus
Noch gibt es keine Lenovo Schweiz und deren künftigen Angestellten erhalten ihren Lohn noch von IBM. Doch es gibt bereits Hinweise auf die Strategie, die die von "Big Blue" befreite Firma unter Patrick Röttger fahren will. Lenovo will sich als kleine (weniger als 100 Mitarbeitende), wendige und Channel-nahe Firma mit hoher lokaler Entscheidungsgewalt positionieren.
So betont Pascal Bruni, der bei Lenovo das KMU- und Channel-Geschäft leiten wird, dass die lokalen Kompetenzen bereits jetzt gestärkt worden seien und beispielsweise die HEK-Preise (Händlereinkaufspreise) für die "Topseller"-Produkte in der Schweiz gemacht werden. Per 1. Mai hat IBM ein Callcenter in der Schweiz für den Channel aufgemacht, dessen Mitarbeiter auch eine gewisse Kompetenz für Preisverhandlungen haben. Ebenfalls Reseller-freundlich ist die Abschaffung der komplizierten "Kickback"-Programme. Sie werden gemäss Bruni schlicht und einfach durch eine Senkung der Einkaufspreise für Reseller ersetzt. "Der Channel will generell lieber einen "best price" als komplizierte Programme und Rückzahlungen, die nur spät eintreffen," sagt Bruni.
Rot und Schwarz (und ein Handy!)
Auch im Erscheinungsbild wird sich Lenovo weltweit ganz klar von IBM abgrenzen, wie ein Blick auf eine neue Präsentation zeigt. Die dominierenden Farben sind rot und schwarz, dazu kommt der Einsatz von klassischer Typografie (siehe Bild oben). Ausserdem entdeckten wir auf einer Folie das Bild eines interessanten Produkts: Ein Telefon.
Dazu fanden wir noch eine interessante Botschaft in der Präsentation, die IBM den Partnern im PC-Geschäft zeigt: "Wir sind hier nicht bei der HP-Compaq-Fusion". Schaunmermal. (Christoph Hugenschmidt)
(Bild: Ausschnitt aus einer künftigen Werbung von Lenovo. IBM)

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