Lenovo steigt (bald) ins Servergeschäft ein

24. Januar 2008, 14:44
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Lizenz zum Serverbauen: Lenovo wird kleinere Modelle von IBMs "System x"-Familie übernehmen und unter dem eigenen Logo und Brand verkaufen. Allerdings dauert es noch etwas, bis sie auf den Markt kommen.

Lizenz zum Serverbauen: Lenovo wird kleinere Modelle von IBMs "System x"-Familie übernehmen und unter dem eigenen Logo und Brand verkaufen. Allerdings dauert es noch etwas, bis sie auf den Markt kommen.
Lenovos Europachef Milko van Duijl hatte es in einen Exklusivinterview mit inside-channels.ch im letzten November bereits angedeutet, und nun ist es offiziell: Lenovo wird auch ausserhalb von China in den Servermarkt einsteigen.
Lenovo lässt sich dabei, wie beim Einstieg in den internationalen PC-Markt, von IBM auf die Sprünge helfen: Lenovo hat ein Lizenzabkommen mit Big Blue vereinbart. Im Rahmen des Vertrags wird Leonovo "ausgewählte", auf x86er-CPUs basierende Server-Modelle von IBM mit bis zu zwei CPUs übernehmen. Lenovo wird diese Server selbst herstellen und unter einem eigenen Markennamen über die eigenen Vertriebskanäle auf den Markt bringen.
Wie uns Chantal Brander, Marketing und Communication Managerin bei Lenovo Schweiz erklärte, wollen die Chinesen ihre ersten Server im Laufe der nächsten 12 Monate ausserhalb von China auf den Markt bringen. Über Zeitpläne in einzelnen Regionen beziehungsweise Ländern gibt es noch keine Informationen.
Das Hardware-Design der Lenovo-Server wird identisch mit dem der entsprechenden IBM-Modelle sein, die Setup- und System-Management-Suite wird Lenovo aber selbst auswählen. Lenovo wird auch Service und Support selbst managen, zumindest der Level 1-Support und Wartungsaufgaben werden aber an IBM Global Services ausgelagert. Für Finanzierungen soll zudem IBM Global Financing zum Zug kommen.
Die Spekulation liegt nahe, dass die Lizenzierung an Lenovo einen ersten Schritt für einen Ausstieg von IBM aus dem Geschäft mit x86er-Servern, zumindest im Low-end- und Midrange-Bereich, darstellen könnte. IBM versichert allerdings in einer entsprechenden Mitteilung, dass die System x-Server, und zwar neben den High-end-Systemen explizit auch die "Volumenmodelle", ein wichtiges strategisches Geschhäftsgebiet für IBM bleiben würden. (Hans Jörg Maron)

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