Lenovo und UBS wollen Patente für Blockchain-basierte Authentifizierung

20. Februar 2018, 12:05
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Lenovo hat ein Patentgesuch in den USA eingereicht für eine Lösung, um "die Integrität von physischen Dokumenten basierend auf einer Security-Blockchain zu verifizieren.

Lenovo hat ein Patentgesuch in den USA eingereicht für eine Lösung, um "die Integrität von physischen Dokumenten basierend auf einer Security-Blockchain zu verifizieren." Das Gesuch wurde 2016 eingereicht, aber erst vor wenigen Tagen publiziert, wie 'Coin Telegraph' bemerkt hat.
Dabei ist auf dem Antrag ein "Integritätssymbol" als physische Repräsentation eines digitalen "Document Integrity Modules" vorgesehen. Das Symbol soll in eine "Integrity Map" konvertiert werden können und beides abgeglichen.
Mit einer Blockchain solle sichergestellt werden, dass handschriftlich unterschriebene Dokumente nicht verändert wurden, wenn sie weitergeschickt oder gefaxt worden seien, so der Antrag.
UBS will Eigenentwicklung patentieren lassen
Dabei fiel 'Coin Telegraph' auch ein Patentantrag der UBS auf, der letzten Dezember vom US-Patentbüro publiziert wurde, aber in der Schweiz nicht gross auffiel: UBS arbeitet offensichtlich seit mindestens 2016 an einem Blockchain-basierten Validierungssystem mit Private Keys und Smart Contracts. Dies zeigt der Patentantrag.
Doch geht es der Bank nicht speziell um Papier, sondern um "die Blockchain-basierte Validierung eines Trägers eines Private Keys zur Registrierung eines Datensatzes in einer Blockchain". UBS will mit ihrer Lösung der Tatsache entgegentreten, dass aktuelle Authentifizierungs- und Verifizierungslösungen auf Vertrauen in die Datenbasis von Drittparteien basieren. Bisherige Technologien hätten zudem einen oder mehrere Benefits von Blockchain nicht. "Die Blockchain-Technologie kann ein 'verteiltes Hauptbuch' oder eine Datenbank bereitstellen, die nicht von einem einzelnen Akteur wie einer Bank, sondern kollaborativ von einer Anzahl von Teilnehmern verwaltet wird", so der UBS-Antrag.
Bekannt war, dass UBS und IBM seit 2016 mit Experten und Kunden an einer Blockchain-basierten Handelsplattform namens "Batavia" bauen. Erst kürzlich hatte UBS-CEO Sergio Ermotti zu 'SRF' gesagt, "die Blockchain-Technologie ist in meinen Augen die Zukunft." (mag)

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