Lenovo zieht nach Armonk

30. Dezember 2004, 15:25
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IBM zügelte einst aus Angst vor kommunistischen Atombomben in die Kleinstadt - nun zieht eine chinesische Firma selbst dorthin.

Das nördlich von New York gelegene Dörfchen Armonk – im Jahre 2000 hatte es gemäss offizieller Zählung lediglich 3461 Einwohner – wird bald neben IBM noch einen weiteren Weltkonzern beheimaten: Der chinesische PC-Hersteller Lenovo, der ja kürzlich IBMs PC-Business übernommen hat, verlegt sein Hauptquartier ebenfalls nach Armonk.
Schon die Tatsache, dass ein Unternehmen aus dem kommunistischen China seine Zentrale auf amerikanischen Boden verlegt, zeigt, wie sehr sich die Zeiten geändert haben. Und es gibt noch eine weitere Ironie der Geschichte: Einer der Gründe, die IBM 1964 zum Umzug von New York nach Armonk bewegte, war die Angst vor einem Atombombenangriff. Die Bomben, so überlegte man sich, würden eher auf eine Metropole wie New York fallen als auf einen Vorort wie Armonk. Ausserdem war der Bau von atombombensicheren Bunkern in der Provinz billiger – und IBM bot seinen Angestellten, wie "CRN" zu berichten weiss, sogar zinsfreie Kredite für den Bau von Privatbunkern an.
Als möglichen Angreifer fürchtete man damals zwar vor allem die Sowjetunion – aber auch China sollte noch im gleichen Jahr seine erste Atombombe testen (Bild: Was man auf dem Web so alles findet: Hier zum Beispiel ein Bild der Detonation der ersten chinesischen Atombombe, Codename "596"). (Hans Jörg Maron)

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