Léo Apotheker fordert mehr Innovation bei HP

18. Februar 2011, 13:37
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Und auch das Software-Porftolio müsse aufgebessert werden, meint der ehemalige SAP-Mann.

Und auch das Software-Porftolio müsse aufgebessert werden, meint der ehemalige SAP-Mann.
Seit November leitet Léo Apotheker den riesigen IT-Konzern Hewlett-Packard. Nun hat er dem 'Wall Street Journal' ein erstes langes Interview gegeben, in dem er seine Pläne etwas erläutert. Das Wirtschaftsblatt schreibt in der Einleitung zudem, dass HP am nächsten Dienstag erwartungsgemäss gute Quartalszahlen veröffentlichen werde. Erwartet werde ein Umsatzsprung um 5 Prozent auf 33 Milliarden Dollar und ein Gewinnwachstum von über 20 Prozent.
Zu den Zahlen äusserte sich Apotheker nicht, aber er verteidigt in dem Interview unter anderem den abrupten Wechsel im Verwaltungsrat. Im vergangenen Monat verliessen vier Mitglieder das Gremium, um fünf neuen Persönlichkeiten Platz zu machen. Apotheker begründet diesen Wechsel mit der Notwendigkeit, nach dem unsanften Weggang des ehemaligen CEO Mark Hurd ganz neu anzufangen.
Apothekers Vorgänger war für seine Massnahmen zur Kostensenkung (Stellenabbau) bekannt. Ob man diesen Fokus auch von ihm erwarten soll, fragt das 'Journal'. Apothekers Antwort ist etwas ausweichend: "Ich denke, man muss sich auf profitables Wachstum konzentrieren." Die neue Strategie, um HP vorwärts zu bringen, werde momentan noch erarbeitet. Einige Anhaltspunkte gab er aber dennoch. HP müsse wieder innovativer werden und sich den Kunden annähern. Apotheker glaubt, dass die IT-Industrie derzeit die grösste Transformation seit zwanzig Jahren erlebt. HP werde in den Bereichen Cloud und Connectivity eine tragende Rolle spielen.
Apotheker betonte zudem, dass HP weiterhin sowohl Firmen- als auch Privatkunden adressieren werde. Angesprochen auf Schwächen von HP sagt Apotheker, dass man ausserhalb der USA unbedingt stärker wachsen müsse. "Wir müssen unseren Kunden gegenüber geschlossen auftreten", so Apotheker. Er wiederholt die Forderung, innovater zu werden und Produkte schneller auf den Markt zu bringen. Und dann meinte Apotheker auch, dass HP gewisse Schwächen im Software-Portfolio habe. (mim)

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