Lexmark geht in chinesischen Besitz über

20. April 2016, 15:28
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Zu einem Wert von 3,6 Milliarden Dollar wechselt Lexmark den Besitzer.

Zu einem Wert von 3,6 Milliarden Dollar wechselt Lexmark den Besitzer. Wie der Druckerhersteller mitteilte, handelt es sich bei dem Preis um einen Aufschlag von 30 Prozent auf den Aktienwert vom Oktober 2015. Der Fusionsvertrag sei definitiv und als Käufer wird ein Konsortium von Investoren präsentiert, das unter der Führung von Apex Technology und PAG Asia Capital steht, an dem aber auch die Legend Capital Management beteiligt ist, wie es weiter heisst. Während der Verwaltungsrat die Transaktion bereits einstimmig abgesegnet habe, müssten nun noch die Aktionäre sowie die üblichen Behörden unter anderem in den USA und China zustimmen. Läuft alles nach Plan, wird in der zweiten Jahreshälfte die Übernahme abgeschlossen sein, so Lexmark weiter.
Der Verkauf kommt wenig überraschend. Lexmark bestätigt jetzt vielmehr, dass schon länger nach Investoren gesucht worden ist; noch im Januar hatten Gerüchte um eine mögliche Aufspaltung des Konzerns die Runde gemacht. Unter den neuen Besitzern sticht besonders die 2004 in China gegründete Apex Technology heraus, die Kartuschen und Chips für Laser- und Tintendrucker produziert und über ein entsprechendes Vertriebsnetz für Druckerzubehör verfügt. Laut Lexmark biete sich mit Apex Technology als neuen Mitbesitzer die Chance, den asiatischen Markt besser als bisher adressieren zu können.
Welche Auswirkungen auf die Schweiz zukommen, wird von Lexmark bewusst im Unklaren gelassen. Pressesprecherin Karin Feger teilt inside-channels.ch lediglich mit, dass es keine länderspezifischen Informationen gibt.
Bekannt ist seit Februar, dass Lexmark mit 59 Millionen Dollar umstrukturiert werden soll, was international den Abbau von vier Prozent der 14'000-köpfigen Gesamtbelegschaft oder 550 Stellen zur Folge habe. Allein in diesem Jahr sollen 67 Millionen Dollar gespart werden und 2017 dann noch einmal 100 Millionen Dollar.
In der hiesigen Dependance des Druckerherstellers arbeiten laut Branchenkennern rund 20 Mitarbeiter. Wie viele von ihnen Opfer des Stellenabbaus werden, will Feger nicht sagen. Nicht anders sieht es bei Kofax aus. Von dem Anfang 2015 zugekauften sollen auch bei Kofax schon gestrichen worden sein. (vri)

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