Liberty Global verkauft UPC Austria

22. Dezember 2017, 10:09
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Die Muttergesellschaft von UPC Schweiz verkauft die österreichische Tochter für zwei Milliarden Euro.

Die Muttergesellschaft von UPC Schweiz, Liberty Global, verkauft die österreichische Tochter für zwei Milliarden Euro.
Der Kabelnetzbetreiber UPC Austria wird an den deutschen Telekom-Riesen T-Mobile verkauft. Der Kaufpreis beträgt knapp zwei Milliarden Euro. Verkäufer ist der amerikanisch-britische Digital-TV-Gigant Liberty Global. UPC Austria bildete bislang zusammen mit UPC Schweiz eine Tochtergesellschaft von Liberty Global. UPC Schweiz verbleibt beim Mutterkonzern.
"Der Zusammenschluss von UPC Austria und T-Mobile Austria ist einer der grössten Deals der vergangenen zehn Jahre in Österreich", wird Eric Tveter, UPC-CEO und Mitteleuropa-Chef von Liberty Global, in einer Mitteilung zitiert.
Die Transaktion benötigt noch grünes Licht der Behörden. Mit einem Abschluss wird in der zweiten Hälfte 2018 gerechnet. Die rund 1000 Mitarbeiter von UPC Austria werden von T-Mobile Austria übernommen.
Gerüchte um Verkauf auch in der Schweiz
Ende November 2017 gab es Gerüchte um einen möglichen Verkauf von UPC Schweiz und UPC Österreich. Berichten zufolge sei Liberty Global in Verhandlungen. Die hiesigen Telcos Sunrise und Salt seien denkbare Käufer von UPC Schweiz, hiess es.
UPC Austria steuert wenig zum Gesamt-Business von Liberty bei
T-Mobile Austria will in Österreich den Kunden möglichst viel aus einer Hand anbieten können: Mobilfunk, Breitbandinternet und Fernsehen. Mit der Übernahme von UPC Austria mit den 654'000 Kunden kommt der deutsche Konzern diesem Ziel näher. Die österreichische Tochter von T-Mobile sieht sich durch die Übernahme als einen starken Konkurrenten des bisherigen Marktführers A1. T-Mobile Austria werde ein völlig neues Unternehmen.
Für Liberty Global hat das Österreich-Geschäft dagegen keine grosse Bedeutung. 2016 steuerte es nicht einmal zwei Prozent zum Konzernumsatz von rund 19 Milliarden Dollar bei.
Liberty Global hatte im Juli 2014 seine Struktur für die Schweiz und Österreich angepasst. UPC Cablecom wurde damals unter dem neuen Namen UPC Schweiz zusammen mit UPC Austria zu einer gemeinsamen Regionalorganisation mit Sitz in Zürich zusammengeführt. UPC-Cablecom-Geschäftsführer Eric Tveter übernahm die Führung.
Liberty Global ist als weltgrösster Kabelnetzbetreiber in mehr als 30 Ländern in Europa, Lateinamerika und den karibischen Inseln aktiv. Die Gruppe, die in zwölf europäischen Ländern unter den Marken UPC, Virgin Media, Ziggo, Unitymedia und Telenet tätig ist, hat insgesamt 24 Millionen Kunden. (sda/kjo)

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