"Limux": Kaum lebendig schon wieder tot?

18. August 2014, 09:36
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Von Windows auf Linux und wieder zurück. Die Münchner Stadtverwaltung läuft seit rund einem halben Jahr auf Linux - das soll sich wieder ändern.

Von Windows auf Linux und wieder zurück. Die Münchner Stadtverwaltung läuft seit rund einem halben Jahr auf Linux - das soll sich wieder ändern.
Ziel: Billiger, zuverlässiger und politisch korrekt. 2004 beschloss der Münchner Stadtrat, als erste Grossstadt der Welt die Computer der Verwaltung auf das Betriebssystem Linux umzustellen, und Microsoft zu verbannen. Doch das soll nun vorbei sein. Laut 'Süddeutsche.de' prüft die Stadt den Ausstieg.
Das bestätigte der Zweite Bürgermeister Josef Schmid gegenüber der 'SZ'. Grund sei, dass es in den vergangenen Jahren immer wieder Beschwerden von Nutzern gegeben habe, die mit der Bedienung unzufrieden seien. Damit widerspricht er ganz offen der Dritten Bürgermeisterin Christine Strobl - Sie hatte vor acht Monaten die Umstellung auf Linux als "erfolgreich abgeschlossen" erklärt und gesagt, das System sei für die "Mitarbeiter der Stadtverwaltung längst zur täglichen Routine geworden".
80 Prozent aller Arbeitsplätze arbeiten mit Linux - das sind rund 14'800 PCs. Die Entwickler der Stadt München haben zudem ein stadtweites Formularverwaltungssystem mit dem Namen "WollMux" entwickelt, das eine Erweiterung für OpenOffice ist. Die Stadt hat WollMux als freie Software veröffentlicht und an Kommunen, Firmen sowie Privatleute weitergegeben. Das Projekt dauerte 10 Jahre und ist seit Ende 2013 abgeschlossen. (lvb)

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