Linksys USA will komplette Kommunikations-Dienstleistungen über Partner zu verkaufen.

15. November 2005, 18:37
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In den USA lanciert die Cisco-Tochter Linksys ein interessantes neues Geschäftsmodell für VARs.

In den USA lanciert die Cisco-Tochter Linksys ein interessantes neues Geschäftsmodell für VARs.
Die Cisco-Tochter Linksys stellt Netzwerkprodukte für KMU und Heimanwender her. Nun versucht Linksys in den USA ein interessantes neues Geschäftsmodell. Reseller (VARs - Value Added Resellers) sollen den Kunden nicht einfach "Boxen" verkaufen, sondern "hosted VoiP-Services". Die Internet-Telefoniedienste selbst werden von Partnern wie etwa dem Kommunikationsriesen MCI erbracht.
Die VARs sollen bei diesem Modell nicht vor allem mit dem Verkauf und allenfalls Installation von Hardware Geld verdienen, sondern mit einer monatlichen Provision auf die Telefoniegebühren der Kunden entlöhnt werden. Ähnliche Modelle gibt es in der Schweiz heute bei Internet-Service-Providern und Hostern, die ihre Dienstleistungen über Partner verkaufen.
Linksys wird das Dienstleistungs/Hardware-Paket unter dem Namen "Linksys One" vermarkten. Das Angebot richtet sich (in den USA) an Firmen mit fünf und 50 Mitarbeitenden. Es soll das erste vollständige "Plug & Play" Kommunikationsangebot für US KMU sein, sagt Ciscos KMU-Chef Marthin de Beer. Interessant dabei ist, dass der VAR oder "Service Provider" der einzige Ansprechpartner des Kunden sein wird - sämtliche Kommunikationsthemen sollen über ihn laufen. Die Server-Infrastruktur (Telefonie, Netzwerk) soll dabei vollständig als Dienstleistung, sprich gehostet werden. Ebenfalls mit inbegriffen sind Security-Dienstleistungen.
Ob und wann Linksys/Cisco in der Schweiz ähnliche Projekte hat, konnten wir heute abend nicht mehr herausfinden. Ein solches Modell ist in der Schweiz aber durchaus vorstellbar. Man denke nur an den Kauf des KMU-Dienstleisters Cybernet durch den Kommunikationsriesen Swisscom. (Christoph Hugenschmidt)

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