Linux in Grossunternehmen im Aufwind

5. Dezember 2014, 07:56
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Open-Source-Betriebssystem gewinnt weiter an Bedeutung.

Open-Source-Betriebssystem gewinnt weiter an Bedeutung.
Der Linux-Einsatz in grossen Unternehmen wächst weiter, wie eine Umfrage der Linux Foundation ergeben hat. Befragt wurden gemeinsam mit den Marktforschern der Yeoman Techology Group 774 Menschen aus 262 Unternehmen und Behörden, die mindestens 500 Millionen Dollar im Jahr umsetzen oder mehr als 500 Mitarbeitende beschäftigen. Das freie Betriebssystem profitiere insbesondere vom Cloud Computing und der Nachfrage nach sicheren Systemen, heisst es im 2014 Enterprise End User Trends Report. Die Befragten kommen zu 26 Prozent aus Europa und rund zur Hälfte aus den USA. Dabei geht die Foundation allerdings davon aus, dass sich unter ihnen besonders die Linux-Fans engagiert haben, weshalb die Umfrage als nicht repräsentativ eingestuft wird.
Konkret haben in diesem Jahr 77 Prozent der Befragten Unternehmensanwendungen unter Linux entwickelt und 78 Prozent lassen Applikationen auf Linux laufen. Seit 2011 hat dieses Resultat um rund 14 Prozentpunkte zugelegt, während in der gleichen Zeit der Windows-Einsatz in den Firmen von 45 auf 36 Prozent gesunken sein soll. Zudem haben 87 Prozent der Umfrageteilnehmer in diesem Jahr neue Linux-Server installiert und 82 Prozent wollen auch 2015 weitere solche Server ausrollen. Laut Studie würden bereits 75 Prozent der Unternehmen in Sachen Cloud auf die freie Software setzen, während hierfür nur 23 Prozent Microsoft-Windows- und zwei Prozent Unix-Systeme verwenden. In privaten Clouds verwenden demnach 60 Prozent der Befragten das freie Betriebssystem, in öffentlichen Clouds 16 Prozent und in hybriden Clouds 25 Prozent.
Und obwohl auch freie Software Sicherheitslücken aufweist, schätzen 78 Prozent der Befragten Linux sicherer ein als andere Betriebssysteme: Für 17 Prozent besteht diesbezüglich kein Unterschied und für zwei Prozent ist Linux unsicherer. Insgesamt sprechen sich zudem 75 Prozent für Linux wegen seiner Features aus und 69 Prozent nennen einen niedrigere TCO (Total Cost of Ownership). Wie bisher schon wird auch die Reduzierung der Abhängigkeit von einzelnen Software-Herstellern betont. Ausserdem ist es wie insgesamt in der Branche auch im Bereich Linux schwierig, Spezialisten zu finden, so die Studie. Rückläufig sind hingegen technische Probleme etwa bei der Verfügbarkeit von Treibern oder möglichen Problemen bei der Interoperabilität. (vri)

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