Litecom steigt ins Telefoniegeschäft ein

5. März 2007, 15:30
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Der Carrier im Besitz von kantonalen Elektrizitätswerken und der NOK vermarktet ab Juni "Litephon" an Kabelnetzbetreiber und Geschäftskunden.

Der Carrier im Besitz von kantonalen Elektrizitätswerken und der NOK vermarktet ab Juni "Litephon" an Kabelnetzbetreiber und Geschäftskunden.
Der Kampf um Telefoniekunden wird hart und härter. Als neuer Player versucht sich Litecom zu etablieren. Ab Juni will das Gemeinschaftsunternehmen von verschiedenen kantonalen Elektrizitätswerken (ZH, SH, TG, ST. Gallen-Appenzell) und der NOK ein IP-basiertes Telefonieangebot aufziehen. Litecom will die Telefoniedienstleistungen vor allem an kleinere Kabelnetzbetreiber vertreiben, die nicht die Ressourcen für den Bau von eigenen Telefonie-Infrastrukturen haben, wie Geschäftsführer Matthias von Arx sagt.
Die EW- und Kraftwerk-Tochter wird mit "Litephon" einige Telefoniefunktionen für Geschäftskunden anbieten. Dazu gehören CTI (Computer-Telefonie-Integration), PBX-Trunking oder IP Centrex.
Telefonieangebot auch direkt an Geschäftskunden, Stadt Zürich "durchaus denkbar"
In Gebieten, wo keine Zusammenarbeit zwischen Litecom und einem Kabelnetzunternehmen besteht, wird der parastaatliche Carrier Telefoniefunktionen auch direkt an Geschäftskunden vermarkten. So sei es in Stadt Zürich "durchaus denkbar", den bestehenden Kunden auch ein Telefonieangebot zu machen, sagt von Arx.
Pikant wird die Sache dadurch, dass sich Litecom indirekt und teilweise in staatlichem Besitz befindet. So ist beispielsweise der Kanton Zürich über das kantonale Elektrizitätswerk beteiligt. Im Verwaltungsrat des EKZ sitzen auch VertreterInnen der SVP, die ihrerseits in der Stadt Zürich den Bau eines Glasfasernetzes durch das städtische EW bekämpft... (Christoph Hugenschmidt)

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