Littlebit gibt Marke "Littlebit" auf

21. Januar 2008, 11:29
  • channel
  • littlebit
image

"axxiv" kommt: Marke "Littlebit" tritt in den Hintergrund. Kleinere Fachhändler bleiben Kanal für Business-Linie, Retail soll für Consumermarkt ins Visier genommen werden.

"axxiv" kommt: Marke "Littlebit" tritt in den Hintergrund. Kleinere Fachhändler bleiben Kanal für Business-Linie, Retail soll für Consumermarkt ins Visier genommen werden.
Der Hünenberger Komponentendistributor und Assemblierer Littlebit macht einen gewagten Schritt: Der Brand "Littlebit", in den die Hünenberger in den letzen Jahren viel investiert haben, tritt weitgehend in den Hintergrund. Stattdessen soll der neue Brand "axxiv" als Label für die komplette Computerlinie, von Notebooks über Desktops und Workstations bis zu Servern, aufgebaut werden.
Gleichzeitig will Littlebit mit unter dem Namen axxiv laufenden Notebooks und Desktops ("Littlebit" ist momentan lediglich noch der "zweite Vorname" einiger Geräte) nun auch den eigentlichen Consumerbereich angehen. Dafür wurde, wie uns Littlebits Marketing Communications Managerin Luzia Krieger erklärte, das Notebook-Sortiment um diverse Modelle für den Heimanwenderbereich erweitert, während zum Desktop-Sortiment vor allem Spezialmodelle (Gamer-PCs, ein extra-leiser "Arctic-Silent"-PC) hinzukamen.
Das gesamte Computersortiment von Littlebit wird weiterhin über Partner vertrieben. Um den Consumermarkt richtig anzugehen, will Littlebit nun aber auch verstärkt einen Fuss in den Retail setzen, den dieser "gehört in diesem Bereich einfach dazu", so Krieger. Erfahrungen im Retail hat Littlebit bereits mit der Marke mevis (v.a. externe HDs und "Mediaboxen") gesammelt.
Die Business-Linie wird aber gemäss Krieger auch weiterhin nur über die Schiene der kleineren Fachhändler und VARs vertrieben. Die meisten Geräte der "axxiv"-Linie sind wie schon die bisherigen Littlebit-Geräte im Build-to-order Verfahren erhältlich, wobei die gängigsten Konfigurationen innerhalb von 24 Stunden geliefert werden können.
Littlebit war im Assemblierergeschäft ursprünglich ganz auf Notebooks spezialisiert. Vor etwas mehr als zwei Jahren stieg Littlebit vor allem mit Desktops ins "Whitebox"-Geschäft ein und begann kurz darauf, auch "namenlose" Intel-Server anzubieten. Das Whitebox-Geschäft hat Littlebit schon seit einigen Monaten wieder aufgegeben, da die Nachfrage in letzter Zeit stark gesunken sei, wie Luzia Krieger erklärte.
Wieso wird aber nun der gut etablierte Brand "Littlebit" zu Gunsten von "axxiv" in den Hintergrund gerückt? "Littlebit", so erklärt dies Krieger, habe man als reine Fachhandelsmarke aufgebaut – für das Vordringen in den Cosumermarkt, so glaube man bei Littlebit, wäre die Marke daher "unglaubwürdig" gewesen. Und gegen eine Zwei-Marken-Strategie habe man sich entschlossen, weil man die Marketing-Mittel weiterhin auf einen Brand konzentrieren wolle. (Hans Jörg Maron)

Loading

Mehr zum Thema

image

Atos lehnt Übernahmeangebot des Konkurrenten Onepoint ab

Der kriselnde Konzern sollte für seine Cybersecurity-Sparte 4,2 Milliarden Euro erhalten. "Nicht im Interesse der Stakeholder", sagt der Verwaltungsrat.

publiziert am 30.9.2022
image

All for One legt Schweizer Töchter zusammen

Die beiden SAP-Dienstleister Process-Partner und ASC werden zu All for One Switzerland.

publiziert am 29.9.2022
image

Geopolitische Lage dämpft Erwartungen der Schweizer ICT-Branche

Der Swico-Index zur Stimmung in der ICT-Branche ist erneut rückläufig. Die Anbieter glauben aber, dass sich die Auftragslage positiv entwickelt.

publiziert am 28.9.2022
image

Abra Software will nach Besitzerwechsel expandieren

Das Investment-Unternehmen Elvaston hat die Aktienmehrheit übernommen. Nun soll der ERP-Anbieter durch weitere Akquisitionen wachsen.

publiziert am 28.9.2022