Lizenz-Audits: Microsoft unter Beschuss

23. Dezember 2014, 13:58
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Harte Kritik an Microsoft wegen verschärfter Lizenzpolitik.

Harte Kritik an Microsoft wegen verschärfter Lizenzpolitik.
Während CIOs in der Schweiz nur hinter vorgehaltener Hand Kritik an Microsofts Lizenzpolitik üben, haben manche ihrer deutschen Kollegen weniger Bedenken. So reden drei Informatik-Leiter in einem langen und lesenswerten Interview mit CIO.de Klartext.
Kritikpunkte gibt es viele. Microsoft verkompliziere die Lizenzierung und verursache durch "friendly audits" hohe Kosten. So wendet der grosse Brillenhändler Apollo Optik (über 800 Filialen) 50 Manntage für die Vorbereitung eines "friendly" audits. Zusätzlich muss der Brillenhändler noch ungefähr 40'000 Euro für den Microsoft-Partner, der die Untersuchung auf Lizenzkonformität durchführt, aufwerfen.
Weiter bemängeln die CIOs, dass Microsoft die Lizenzierung verkomplizieren und man trotz Enterprise Agreement sämtliche einzelnen eingesetzten Lizenzen zählen muss. Dies gelte auch für alte, nur selten eingesetzte PCs. Dazu komme, dass Microsoft keine verlässlichen Roadmaps für wichtige Produkte liefere, sondern sich hinter "Cloud first" verstecke.
Generell kritisieren die IT-Verantwortlichen im Gespräch mit CIO.de, dass Microsoft seine Kunden unter Generalverdacht stelle und die de-fakto-Monopolstellung bei PC-Betriebssytem und Office-Software ausnütze. Wenig glaubwürdig finden sie auch Microsofts "Mobile First" Botschaft. Die letzten Versionen von Windows Phone seien bei den Mitarbeitenden ihrer Firma nicht angekommen.
Es lohnt sich, das ganze Interview bei CIO.de zu lesen. (hc)

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