Lizenzumsätze von SAP sinken dramatisch

28. Oktober 2009, 10:03
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Umsatzprognose für das laufende Jahr gesenkt. Marge steigt trotzdem.

Umsatzprognose für das laufende Jahr gesenkt. Marge steigt trotzdem.
Der Walldorfer Software-Riese SAP hat heute die vorläufigen Ergebnisse für das dritte Quartal veröffentlicht. Der Umsatz- und Gewinnrückgang enttäuschte die Anleger, welche die SAP-Aktie heute Morgen vorerst mal auf Talfahrt schickten.
Der Gesamtumsatz von SAP sank im dritten Dreimonatsabschnitt um 9 Prozent auf 2,51 Milliarden Euro, verglichen mit 2,76 Milliarden Euro im Q3 des Vorjahres. Die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse schrumpften um 3 Prozent auf 1,94 Milliarden Euro und beim Lizenzumsatz musste SAP einen Rückgang von 31 Prozent auf 525 Millionen Euro hinnehmen. Auch der Betriebsgewinn sank, allerdings nur leicht um 1 Prozent auf 606 Millionen Euro.
Marge gesteigert
SAP schaffte es trotz Restrukturierungskosten in Höhe von 21 Millionen Euro, die operative Marge um 2 Prozentpunkte auf 24,2 Prozent zu steigern. Die Verbesserung der Marge ist bekanntlich eines der wichtigsten Ziele von Konzernchef Léo Apotheker. Ihm schwebt mittelfristig eine.
Das erste Zitat in der Mitteilung von SAP zeigt, dass das Erreichen der "Supermarge" nach wie vor im Vordergrund steht: "Dank konsequenten Kostenmanagements konnten wir im abgelaufenen Quartal trotz gesunkener Umsätze erneut unsere operative Marge steigern", lässt sich Finanzchef Werner Brandt zitieren. Gemäss Brandt sind die gesunkenen Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse auf die schwierige Situation in den Schwellenländern und auch Japan zurückzuführen.
Für das laufende Jahr erwartet SAP einen Rückgang um 6 bis 8 Prozent beim Umsatz mit Software und softwarebezogenen Dienstleistungen. Bisher war der Konzern von einem Minus von 4 bis 6 Prozent ausgegangen. Nach wie vor soll die Marge gemäss Non-GAAP-Regeln 25,5 bis 27 Prozent betragen. Viele Analysten hatten allerdings mit einer Erhöhung der Margenprognose gerechnet. (mim)

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